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Verkehr
Der Zeitplan für den Straßenbau in Trier steht

Radfahrer und Autofahrer sollen gleichermaßen bedacht werden. Das ist Ziel des Verkehrskonzeptes Trier.
Radfahrer und Autofahrer sollen gleichermaßen bedacht werden. Das ist Ziel des Verkehrskonzeptes Trier. FOTO: vetter friedemann
Trier. Der Rat verabschiedet einmütig den Zehn-Jahres-Plan und setzt für Radfahrer noch mehr als einen oben drauf. Von Rainer Neubert
Rainer Neubert

Der geplante Ausbau der Aulstraße und des Verkehrsknotens Aulstraße/Arnulfstraße zu einem Kreisverkehr steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Plänen für das Baugebiet Brubacher Hof. Es ist eines von fünf besonders wichtigen Straßenbauprojekten in Trier, die im Zehnjahresprogramm der Stadtverwaltung explizit genannt sind. Strittig sind diese im Stadtrat nicht. Dennoch war die nun einstimmig erfolgte Zustimmung in der letzten Sitzung des Rates wegen einer umfassenden Diskussion über ein ähnliches Konzep für den Fußgänger- und Radverkehr (siehe Info) vertagt worden.

Die größten Projekte, die sich aus dem Mobilitätskonzept 2025 ergeben, sind in der Reihenfolge ihrer Priorität:

1. Verkehrsmaßnahmen Trier-West: Beginn Ende 2018/Anfang 2019 mit dem Umbau Römerbrückenkopf West, anschließend Verbindungsstraße West und Hornstraße. Geplante Fertigstellung 2024.
2. Neuanbindung Aveler Tal bis zur Autobahn (gemäß Verkehrskonzept Trier-Nord muss diese Maßnahme vor der Realisierung des Moselbahndurchbruchs realisiert werden), Bauzeit: 2023 bis 2026.


3. Moselbahndurchbruch (Realisierung ab 2027). Anders als im Mobilitätskonzept vorgesehen, ist der Wasserwegdurchbruch nicht im Zehnjahresplan vorgesehen.


4. Aul-/Arnulfstraße (2023 bis 2028; zu Beginn sind umfassende archäologische Untersuchungen vorgesehen). Die Stadt rechnet mit dem Abschluss der Neubebauung im Bereich Brubacher Hof Ende 2034.


5. Bahnhofsvorplatz als Sonderprojekt. Wegen des ÖPNV-Konzepts Rheinland-Pfalz-Nord wird es zu einer erheblichen Zunahme des Busverkehrs kommen. Gespräche über die Realisierung sollen mit dem Land geführt werden.

Der Vorschlag, mit Blick auf die im Mobilitätskonzept formulierten Gleichberechtigung aller Verkehrsarten ein ähnliches Konzept für die Verbesserung des Fußgänger- und Radverkehrs zu erstellen, brachten  Grüne und CDU nun als eigenen Antrag ein. „Wenn wir den Anteil des Radverkehrs bis 2025 von neun auf 15 Prozent  erhöhen wollen, müssen wir etwas tun“, begründete Bernhard Hügle (Grüne) dieses Ansinnen. Rainer Lehnart (SPD) betonte zwar mehrfach, dass die genannten Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs im Arbeitskreis Verkehr des Stadtrates präsent seien. Gegen eine weitere Priorisierung des Themas hatte der passionierte Radfahrer allerdings nichts einzuwenden. So erweiterte er im Namen der SPD den umfassenden Handlungskatalog um weitere vier Punkte.

Doch CDU und Grüne legten mit einem weiteren Antrag „noch einen drauf“, wie Christdemokrat Thomas Albrecht betonte. Die Stadtverwaltung soll intensiv prüfen, wie der Fahrradverkehr in Trier sicherer werden kann.  Kein Widerspruch, allerdings zwei Enthaltungen der AfD. Ein guter Tag für Radfahrer.