| 21:33 Uhr

Die Klasse kommt ins Krankenzimmer

Eugen Schuh, Vorsitzender des Fördervereins krebskranker Kinder (links), Physiotherapeut und Projektleiter am Mutterhaus Klaus Mihm (Mitte) und Günter Schaber von der Firma Lehr IT Systems freuen sich über die neuen Laptops für kranke Kinder. TV-Foto: Cordula Fischer
Eugen Schuh, Vorsitzender des Fördervereins krebskranker Kinder (links), Physiotherapeut und Projektleiter am Mutterhaus Klaus Mihm (Mitte) und Günter Schaber von der Firma Lehr IT Systems freuen sich über die neuen Laptops für kranke Kinder. TV-Foto: Cordula Fischer
Auch krebs- und chronisch kranke Kinder dürfen zur Schule gehen. Der Förderverein krebskranker Kinder hat dem Projekt "Online-Kids-Trier" weitere Laptops zur Verfügung gestellt, damit die Betroffenen online am Schulunterricht teilnehmen könnnen. Von unserer Mitarbeiterin Cordula Fischer

Trier. Momentan können sechs Schüler, die im Trierer Mutterhaus stationär behandelt werden, sich live in ihre Klassen schalten. "Entscheidend ist natürlich der Gesundheitszustand des Kindes", sagt Physiotherapeut und Projektbetreuer am Mutterhaus, Klaus Mihm. Häufig führe die monatelange stationäre Behandlung zur Isolation. "Durch das Projekt können unsere Patienten in ihrem sozialen Verbund bleiben und Kontakt zu den Klassenkameraden halten", erläutert Mihm. "Und die Freunde erleben die Veränderungen der Kinder im Krankheitsverlauf mit." So würden der späteren Wiedereingliederung in den alten Klassenverband die Hürden und den Freunden die Berührungsängste genommen.Möglich gemacht hat das Projekt der Förderverein krebskranker Kinder. "Zum ersten Mal wurde uns im Jahr 2001 die Idee vorgestellt, wonach Kinder vom Krankenbett via Internet am Unterricht teilnehmen können", erinnert sich Eugen Schuh, Vorsitzender des 1989 gegründeten Vereins. Hilfsprojekt soll weiter ausgebaut werden

Im Oktober 2006 habe der Vorstand das Projekt "Online-Kids-Trier" dann in Kooperation mit dem Mutterhaus entwickelt und die Klinik zunächst mit drei Laptops und zwei Webcams ausgestattet. Im April 2007 konnte die erste Patientin online vom Krankenzimmer aus den Unterricht im Klassenzimmer ihrer Schule verfolgen.Nun hat der Förderverein Unterstützung bekommen durch Südwestrundfunk (SWR) und Saarländischem Rundfunk (SR). Deren Aktion "Herzenssache" brachte eine Spende in Höhe von 16 000 Euro ein, die der Förderverein in die Bereitstellung von fünf weiteren Laptops sowie einen Drucker für die kleinen Krebspatienten investiert hat. Zwei weitere Geräte stehen als Reserve und für die Ausweitung des Projekts auf andere schwerst- und chronisch erkrankte Kinder zur Verfügung.Kontakt: Telefon 0651/36104, E-mail: foerderverein-trier@arcor.de. Spendenkonto 777722 bei der Sparkasse Trier, BLZ 58550130, oder Konto 1343224 bei der Volksbank Trier, BLZ 58560103.