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"Die Tradition des Brückenbauens"

Spielen für die Stipendiaten: Musiker aus Freiburg.Foto: Katharina Studthoff
Spielen für die Stipendiaten: Musiker aus Freiburg.Foto: Katharina Studthoff
TRIER. (stu) Zum Auftakt des Stipendiatentreffens des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) wurden die rund 500 jungen Leute aus aller Welt in der Europahalle feierlich begrüßt.

"An einem schönen Tag im Mai in der ältesten Stadt Deutschlands und noch dazu einer der schönsten": DAAD-Generalsekretär Christian Bode zeigte sich begeistert von der Moselstadt, die Gastgeber des Stipendiatentreffens des DAAD war. Die etwa 500 Stipendiaten aus aller Welt wurden in der Europahalle unter anderem vom rheinland-pfälzischen Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Jürgen Zöllner, und Peter Schwenkmezger, Präsident der Universität Trier, begrüßt. Bode lobte in seiner Eröffnungsrede vor allem die Internationalität der Universität Trier, die mit einem Anteil ausländischer Studierender von 13 Prozent deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von etwa acht Prozent liege. Auch Universitäts-Präsident Schwenkmezger betonte, dass der Trierer Universität der Zusammenhalt zwischen den Kulturen besonders am Herzen liege: "Studierende aus über 100 Ländern, zahlreiche internationale Partnerschaften und insbesondere der internationale Ferienkurs im Sommer mit über 100 Teilnehmern zeichnen Trier aus." Karl Diller, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, sprach sich dafür aus, die heute schon fast selbstverständliche Mobilität der Studierenden weiter zu unterstützen, da sie für ein Zusammenwachsen Europas unerlässlich sei. Auch Jürgen Zöllner bezeichnete die interkulturelle Begegnung als einen "nicht groß genug einzuschätzenden Reichtum". Unter den Reden hob sich die des Miguel Castro ab. Der Argentinier war vor 50 Jahren einen der ersten Stipendiaten des DAAD gewesen und sichtbar bewegt, vor den gegenwärtigen Stipendiaten reden zu dürfen. "Ich bin dankbar für die Solidarität, den Respekt und die Hilfe, die meinen Aufenthalt in Deutschland begleitet haben", sagte er. Der DAAD setze auch heute noch die Tradition des "Brückenbauens" fort, sagte er.