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Die Treverer war’n cleverer

Die Heimat kennen lernen: Die Kinder staunen bei der Trier-Führung von Christiane Salm über die Bauwerke in der Stadt. Foto: Cordula Fischer
Die Heimat kennen lernen: Die Kinder staunen bei der Trier-Führung von Christiane Salm über die Bauwerke in der Stadt. Foto: Cordula Fischer
TRIER. (cofi) Warum lebte es sich früher so gut in Trier, und wie lebten die alten Römer überhaupt? Diese Fragen und andere beantwortete Stadtführerin Christiane Salm den wissensdurstigen Kindern, die in ihren Ferien einen Tag für die historische Spurensuche beim TV-Ferienspaß reserviert hatten.

"Zuerst dachte ich ja, das wird total langweilig", verriet Andreas Leinen (10). "Aber jetzt gefällt es mir richtig gut, das macht richtig Spaß." Auch seine Mutter Hiltrud Leinen war begeistert von der Führung durch Trier. Hauptmarkt, Dom, Basilika, Kaiserthermen und das Amphitheater als Höhepunkt standen auf dem Programm der Besichtigungstour, auf die Stadtführerin Christiane Salm die Kinder und ihre Eltern mitnahm. "Die Kinder sollen wissen, wo sie wohnen. Man kennt Trier zwar, aber die Sehenswürdigkeiten doch nicht so richtig. Ich finde es wichtig, dass die Kinder das schon früh lernen", sagte Hiltrud Leinen, die mit ihrer Familie aus Leiwen nach Trier gekommen war. Darüber, dass die Treverer so clever waren, im Tal am Fluss ihre gallische Siedlung zu bauen, und auch die Römer sich im mediterranen Klima der Flussniederung wie zu Hause in Italien fühlten, berichtete Christiane Salm ebenso wie über Bischöfe, Kaiser, Bürger und Kurfürsten. Die Figuren und Bilder am Portal der Liebfrauenkirche wurden kurzerhand zum alten Comic und die Kaiserthermen zur Badeanstalt, in die der Eintritt nur zehn Cent gekostet hat. Besonders eine bildliche Darstellung der Latrinen faszinierte die Kinder. "Schon irgendwie lustig, dass die zusammen auf dem Klo gesessen haben", grinste Christina Schottler (9). Interessanter fand sie jedoch die ausgeklügelte Technik der Römer. "Dass die so große Häuser mit so kleinen Steinen gebaut haben, ist toll. Und dass die früher schon so praktisch waren mit ihren Heizungen!" Auch das Amphitheater verfehlte bei den kleinen Trier-Besuchern seine Wirkung nicht. Vielen liefen Schauer über die Rücken, als sie über die Gladiatorenkämpfe und die Formen der Volksbelustigung zu Zeiten der Römer erfuhren. "Aber das war ja fast wie im Kino", sagte ein Mädchen. Mehr zum TV-Ferienspaß unter www.intrinet.de/special/ferienspass