| 19:28 Uhr

Weihnachtsmarkt
Die Trierer Glühweinkönigin tritt ab, es lebe die Glühweinkönigin!

Deutschlands Glühweinkönigin Sarah Schmitt übergibt ihr Zepter am 27. November an ihre Nachfolgerin.
Deutschlands Glühweinkönigin Sarah Schmitt übergibt ihr Zepter am 27. November an ihre Nachfolgerin. FOTO: Jan Söfjer
Trier. Am Freitag beginnt der 39. Trierer Weihnachtsmarkt – erstmals vor Totensonntag. Die Glühweinkönigin verrät erste Details über ihre Nachfolgerin. Von Jan Söfjer

An diesem Freitag startet der „beste Weihnachtsmarkt in Deutschland“. Diese Auszeichnung bekam er in einer Leserumfrage der Zeitung der US-Streitkräfte „Stars and Stripes“. Und dann ist da noch Sarah Schmitt. Deutschlands einzige Glühweinkönigin, die nur auf dem Trierer Weihnachtsmarkt den Winzerglühwein aus der Region bewirbt. „Die Winzer, die den Glühwein liefern, kenne ich alle persönlich“, sagt Schmitt.

„Das ist kein Gepansche. Auf anderen Weihnachtsmärkten weiß man nicht, ob überhaupt Wein drin ist.“ Kommenden Dienstag wird Schmitt allerdings ihre Krone los. Nach drei Jahren im Amt übergibt die Winzerin bei der Eröffnungsfeier am Dienstag, 27. November, (Start des Marktes ist dennoch schon Freitag) mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe um 17 Uhr das Zepter an ihre Nachfolgerin. Wer das ist, wollte die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Trierer Weihnachtsmarkt, Angela Bruch, vorab nicht verraten.

Eigentlich sollte Schmitts Nachfolgerin schon am 17. November bei der Jubiläumsgala der Deutschen Glühweinkönigin in der Orangerie des Hotels Nells Park gekrönt werden, doch die Resonanz hielt sich in Grenzen, so dass der Abend abgesagt wurde. Eine Rolle mag der Ticketpreis von fast 100 Euro gespielt haben. Schmitt sagt: „Ich kenne meine Nachfolgerin. Ich gebe die Krone in gute Hände.“ Wie Schmitt kommt sie ebenfalls aus der Region. Jeden Freitag bis Sonntag wird sie dann von 15 bis 18 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt zwischen Domfreihof und Hauptmarkt anzutreffen sein.

Der 39. Trierer Weihnachtsmarkt beginnt dieses Jahr übrigens erstmals vor Totensonntag. Er dauert vom 23. November bis zum 22. Dezember. Das umfasst fünf Wochenenden, zwei mehr als im vergangenen Jahr. „Die Hotelbetreiber freuen sich“, sagt Weihnachtsmarkt-Sprecher Thomas Vatheuer, der auch viele Gäste aus Luxemburg und Frankreich erwartet.

Neben dem Winzerglühwein in rot und weiß gibt es den Trierer Glühviez und Kirsch-Glühwein, den angeblich besonders die Amerikaner mögen. Rund 90 Stände sind dieses Jahr vertreten. Zum ersten Mal gibt es einen Luxemburger Stand mit Spezialitäten aus dem Land. Neu ist auch eine Bude, die 3D-Puzzle aus Holz verkauft. Dazu kommt ein Sozialstand, in dem abwechselnd gemeinnützige Vereine wie das Trierer Tierheim, Unicef oder der Weiße Ring vertreten sein werden.

Das Unterhaltungsprogramm ist ziemlich umfangreich. Es gibt unter anderem ein historisches Puppentheater, ein Kirchenchor aus Belgien, regionale Liedermacher wie die Leiendecker Bloas (30. November, 18 Uhr, Domfreihof), Drehorgelspieler, einen singenden Weihnachtsmann und eine Krimilesung („Tödliche Weihnachten“) mit Moni Reinsch und Live-Musik mit Rolf Meyer (12. Dezember, 19 Uhr, Walderdorffs).