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Die Trierer Luft soll besser werden

Wenn der Engpass an der Bitburger Straße entfernt und die dritte Spur durchgehend eingerichtet ist, befürchten die Mitglieder des Ortsgemeinderats Trier-West, dass mehr Autofahrer geradeaus in die Kölner Straße fahren werden. TV-Foto: Mechthild Schneiders
Wenn der Engpass an der Bitburger Straße entfernt und die dritte Spur durchgehend eingerichtet ist, befürchten die Mitglieder des Ortsgemeinderats Trier-West, dass mehr Autofahrer geradeaus in die Kölner Straße fahren werden. TV-Foto: Mechthild Schneiders
Trier. Die Luftqualität in Trier lässt zu wünschen übrig. Damit sich das ändert, soll die Stadtverwaltung nach dem Willen des Stadtrats Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation ausloten.

(cus) "Schadstoffe in Trier" betitelte die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ihren Antrag für die jüngste Sitzung. "Bei den Stickstoffdioxid-Werten wird der zulässige Jahresmittelwert regelmäßig äußerst knapp verfehlt. Die gesundheitlichen Risiken sind bekannt", heißt es in der Begründung.

Stickstoffoxide entstehen bei der Verbrennung in Kraftwerken, Heizungsanlagen und Kraftfahrzeugen. Stickstoffdioxid greift die Schleimhäute der Atemwege an.

"Wir sollten nicht auf andere warten, sondern handeln", forderte Anja Matatko (Grüne) im Rat.

Elisabeth Tressel (CDU) regte die Bildung einer Projektgruppe an, die Daten zusammenstellen und auswerten könne. Begona Hermann (SPD) entgegnete, es lägen bereits genügend Daten vor. Den größten Effekt bringe die Erneuerung der Fahrzeugflotte, was sich allerdings über einen langen Zeitraum erstrecke.

"Wenn die Verwaltung eine Grundlage einschließlich der Kostenangabe geschaffen hat, können wir über Maßnahmen entscheiden", sagte Margret Pfeiffer-Erdel (FWG).

Felix Brand (FDP) schlug vor, den Fernlastverkehr durch Mautstellen auf Bundesstraßen grundsätzlich über die Autobahnen abzuleiten. Dafür seien allerdings Bundesbehörden zuständig.

Katrin Werner fordert Umweltzonen

"Die gesundheitliche Belastung durch Schadstoffe in der Luft ist ernst zu nehmen", stellte Katrin Werner (Die Linke) fest. Allerdings sei der Antrag der Grünen zu allgemein gefasst. Besser sei etwa, Umweltzonen wie in anderen Städten einzurichten. In solche Zonen dürfen nur Fahrzeuge hinein, die die Anforderungen an die jeweilige Schadstoffgruppe erfüllen.


Auf Vorschlag der SPD ergänzten die Grünen ihren Antrag: Die Stadtverwaltung soll sich Hilfe bei einer Fachbehörde holen und dem Ausschuss Handlungsoptionen vorstellen. Dem stimmte der Rat geschlossen zu.