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| 21:49 Uhr

Die Zeitung als Navigation durch die Region

Der Handy-Großhändler und -Distributor Brightpoint - eine der umsatzstärksten Firmen in Trier - ist eines von 25 Unternehmen aus der Region, die am TV-Projekt "Zeitung lesen macht schlau" teilnehmen. Sieben Azubis verbessern ihre Allgemeinbildung durch die tägliche TV-Lektüre.

Trier. (BP) Sie sind für die Verpackung, die Logistik und die Distribution von jährlich mehreren Millionen Mobiltelefonen, Navigationsgeräten sowie Zubehör zuständig - und seit August 2009 sind sie auch begeisterte Zeitungsleser. Sieben Auszubildende des Trierer Handy-Großhändlers Brightpoint sind Teilnehmer am TV-Azubi-Projekt "Zeitung lesen macht schlau" (Zeile).

In den Mittagspausen lesen Alexander Nickenig und seine jungen Kollegen eifrig den Volksfreund - und sind begeistert: "Normalerweise beschäftigt sich unsere Generation ja nicht so intensiv mit Printmedien, aber jetzt lesen wir täglich. Vor allem die Nachrichten aus der Region und der Sportteil interessieren mich", sagt Nickenig. Wie seine sechs Kollegen absolviert er im Rahmen von "Zeile" im Zwei-Wochen-Rhythmus auch den Wissenstest der Universität Koblenz-Landau, die das landesweite Zeitungsprojekt wissenschaftlich begleitet - für die teilnehmenden Unternehmen kostenlos. "Wir wollen bei den Tests natürlich positiv abschneiden, deswegen lesen wir den TV sehr intensiv", sagt Nickenig.

Der weltweit tätige Konzern Brightpoint hat sein Logistik-Zentrum für ganz Deutschland in Trier, wo rund 170 Mitarbeiter tätig sind. Unter dem früheren Namen Dangaard Telecom ist der national führende Handy-Großhändler, Distributor und -Logistiker seit 1999 in Trier und arbeitet mit allen führenden Handyherstellern zusammen.

Auf 6500 Quadratmetern Lagerfläche in Trier-Zewen werden pro Jahr 13 000 Paletten und 750 000 Pakete mit Handys und Navigationsgeräten versandfertig gemacht und die Geräte konfiguriert. Ausbildung wird bei Brightpoint großgeschrieben, betont Byrte Pusch, die Personalleiterin des Unternehmens mit dänisch-amerikanischen Wurzeln. "Wir stellen gerne auch Auszubildende mit Migrationshintergrund sowie aus Berufsprojekten wie Logos und learn-factory ein, um sie gezielt zu fördern. Gerade für diese Azubis ist das TV-Projekt ideal. Sie steigern nicht nur ihre Allgemeinbildung und verbessern ihre sprachlichen Möglichkeiten, sondern erfahren auch viel über die Region, in der sie leben." Auch Harun Silemanchel zählt zu diesen Azubis. "Wir diskutieren mit unseren Arbeitskollegen sehr viel über die Inhalte des TV, seit wir am Projekt teilnehmen." Das sieht seine Azubi-Kollegin Sonja Zimmer ähnlich: "Dank des Projekts können wir mitreden. Ich habe vorher keine Zeitung gelesen, jetzt habe ich durch meine Ausbildung bei Brightpoint die Chance dazu."

"Das Projekt wird sehr gut angenommen", betont auch Ausbilderin Vera Kletke: "Wir freuen uns, dass die Azubis so intensiv den TV lesen. Sie lernen dadurch auch Prioritäten zu setzen, zu unterscheiden, was ist wichtig, was nicht." Brightpoint-Geschäftsführer Thorsten Bischoff bezeichnet das TV-Projekt ebenfalls als wichtig für die Ausbildung: "Das wichtigste Kapital für Brightpoint sind die Mitarbeiter. Deswegen investieren wir gezielt in sie, gerade in die jüngsten. Allgemeinbildung ist im Umgang mit Kunden und Lieferanten von großer Bedeutung."

Das landesweite Azubi-Projekt "Zeitung lesen macht schlau" wird gefördert vom Landesverband der Zeitungsverleger Rheinland-Pfalz/Saarland sowie dem Wirtschafts- und Bildungsministerium.