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Diskussion
Bilanz des Arabischen Frühlings

Trier . Experten aus der Wissenschaft diskutieren an der Universität Trier.

red) Als sich der Arabische Frühling seit Dezember 2010 von Tunesien über Nordafrika in den Nahen Osten ausbreitete, erwachte im Westen Hoffnung auf eine Demokratisierung in den Staaten der Region. Jetzt ziehen Wissenschaftler an der Universität Trier eine Bilanz der Folgen des Arabischen Frühlings im Nahen Osten. In einer Podiumsdiskussion analysieren sie am Montag, 11. Dezember, 18 Uhr, im Audimax der Universität Trier die Lage in der Region.

Das Spektrum der Veranstaltung reicht von der Diagnose des Phänomens eines arabischen Frühlings und der Bestandsaufnahme der aktuellen Situation bis hin zur Diskussion der Herausforderungen und Probleme, die sich etwa in der Ausbreitung von terroristischen Strukturen oder aber der durch  Krisen hervorgerufenen Flüchtlingsbewegungen zeigen. Das Podium ist hochkarätig besetzt:

Dr. Lars Berger ist Associate Professor für Internationale Sicherheit an der englischen Universität Leeds. Er forscht zu islamistischem Terrorismus, der US-amerikanischen Innen-, Außen- und Antiterrorismus-Politik sowie zur Politik der arabischen und muslimischen Welt.

Prof. Dr. Thomas Demmelhuber hat an der Uni Erlangen-Nürnberg den Lehrstuhl für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens inne. Seine Schwerpunkte zu den Staats-, Gesellschafts- und Herrschaftssystemen des Nahen Ostens ergänzt er um die überregionale Einbindung in die internationale Politik und die Rolle externer Akteure in der Region.

Dina Fakoussa ist Leiterin des Arbeitsbereichs „Naher Osten und Nordafrika“ bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin. Zu ihren Fachgebieten zählen die deutsche Politik gegenüber dem Nahen Osten und Nordafrika sowie die europäische Nachbarschaftspolitik.

Dr. Michael Lüders (Berlin) ist Politik- und Islamwissenschaftler und Autor von Sachbüchern sowie eines Romans zu den Konflikten im Nahen Osten. Er setzte sich als Gastprofessor an der Universität Trier in drei Vorträgen zum Thema „Wie nahe ist der Nahe Osten?“ kritisch mit der Interventionspolitik des Westens auseinander.

Die Diskussion wird eröffnet von Prof. Dr. Michael Jäckel, Präsident der Universität Trier.