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Unterhaltung
Drei Frauen werben um Hochwälder Landwirt

Kandidat aus dem Hochwald bei „Bauer sucht Frau“: Auf dem Scheunenfest lernt Christian (56) die drei Bewerberinnen Danielle, Isabel und Meike (von links) kennen. Wer ihn auf seinen Hof begleiten wird, zeigt sich am Montag in der ersten Folge der neuen Staffel.
Kandidat aus dem Hochwald bei „Bauer sucht Frau“: Auf dem Scheunenfest lernt Christian (56) die drei Bewerberinnen Danielle, Isabel und Meike (von links) kennen. Wer ihn auf seinen Hof begleiten wird, zeigt sich am Montag in der ersten Folge der neuen Staffel. FOTO: MG RTL D / Stefan Gregorow
Kell am See. Rinderzüchter Christian aus der VG Kell will in der Sendung „Bauer sucht Frau“ eine Partnerin finden. Von Christa Weber
Christa Weber

Die Fernsehshow „Bauer sucht Frau“ startet am Montag, 15. Oktober, in die nächste Runde. Einer von zwölf ledigen Landwirten, die in der RTL-Sendung eine Partnerin finden wollen, ist der Rinderzüchter Christian aus dem westlichen Hunsrück. So wurde er an Pfingsten in einer Auftaktshow und im Internet vorgestellt. Die genaue Herkunft der Bauern wird laut dem Sender nicht genannt, um zumindest ein Stück weit deren Privatsphäre zu wahren. Nach TV-Informationen betreibt der 56-Jährige einen Hof im Hochwald in der Verbandsgemeinde Kell am See.

Zum Konzept der Sendung gehört es, dass in der ersten von acht Folgen der neuen Staffel – ausgestrahlt am Montag, 15. Oktober, 20.15 Uhr – erstmals die potenziellen Partnerinnen präsentiert werden. Beim sogenannten Scheunenfest treffen die Bauern auf die Frauen, die sich beim Sender darum beworben haben, sie kennenlernen zu dürfen. Insgesamt 32 Frauen haben sich diesmal gemeldet.

Um den Hochwälder Christian werben gleich drei Damen (siehe Foto), wie auf der Internetseite der Show schon vorab zu lesen ist. Hausfrau Danielle (51), Vertriebsassistentin Isabel (47) und Grundschullehrerin Meike (48) sind demnach die Bewerberinnen, zwischen denen sich der Junggeselle entscheiden muss. Denn beim Scheunenfest wählen die Bauern die Frau oder auch die Frauen aus, die sie anschließend zu sich nach Hause auf den Hof einladen. Bei der täglichen Arbeit im Stall und auf dem Feld – und stets begleitet von Kameras – sollen die Landwirte herausfinden, ob die Chemie zwischen ihnen und den Auserwählten stimmt. Wie der Sender schon vor der Aus­strahlung ankündigt, gibt es diesmal aber auch einen Bauern, der ganz ohne Begleitung die Heimreise wieder antreten wird.

Dem Hochwälder Christian kommt es bei seiner zukünftigen Lebensgefährtin nicht so sehr auf Äußerlichkeiten an, verrät er in seinem Steckbrief auf der Show-Internetseite: „Ich suche keinen Model-Typ. Ein paar Pfunde mehr stören mich nicht.“ Er hoffe darauf, eine Frau zu finden, an deren Schulter er sich anlehnen könne und die ihn bei Ausflügen mit seiner Hündin Raika begleite. Laut dem Steckbrief lebt der Landwirt gemeinsam mit seinem Vater (96) auf dem Hof im Hochwald, kümmert sich dort um etwa 20 Kühe und bewirtschaftet im Nebenerwerb 70 Hektar Grün- und Ackerland.

Von den elf weiteren Kandidaten kommen auch in der aktuellen 14. Staffel nicht alle aus Deutschland. Mit dabei sind ein Kuhbauer aus Österreich, zwei Farmer aus Kanada und Namibia und ein Luxemburger. Guy (45) muss sich in der Sendung am Montag entscheiden, ob er die Fahrkarten-Kontrolleurin Ulrike (47), die Bürokauffrau Adriana (43) oder die Krankenhaus-Angestellte Antonia (56) auf seinen restaurierten Bauernhof aus dem Jahr 1779 einlädt.

Die Show läuft seit 2005 und hat nach Angaben des Senders bei einigen Paaren, die sich dort kennengelernt haben, durchaus nachgewirkt. Mehrere Paare hätten geheiratet und Kinder bekommen (siehe Info).

Mit durchschnittlich fünf Millionen Zuschauern hat die Sendung offenbar nach wie vor treue Fans. In der Vergangenheit gab es aber auch immer wieder öffentliche Kritik an dem Konzept. Bemängelt wurde unter anderem die übertrieben kitschige Darstellung des Landlebens, und dass dort schwer vermittelbare Junggesellen vor den Augen der Zuschauer als „schüchterner Schweinebauer“ oder „zärtlicher Ziegenwirt“ vorgeführt würden.

Gerd Sonnleitner, ehemaliger Präsident des Deutschen Bauernverbands, kritisierte 2007 in einem Interview mit dem Spiegel, die Sendung gebe „ein dümmliches und falsches Klischee“ über die Bauern wieder, das nichts mit der Realität zu tun habe.