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Druck, Kampf, Scheitern und Tod - das Stück von Luana Sandoval in der Tufa Trier geht unter die Haut

Luana Sandoval spielt selbst die Hauptrolle in ihrem Stück „Das Leben einer Tänzerin“. Foto: privat
Luana Sandoval spielt selbst die Hauptrolle in ihrem Stück „Das Leben einer Tänzerin“. Foto: privat FOTO: (h_st )
Trier. Das Tanzstück "Das Leben einer Tänzerin" von Luana Sandoval wurde in der Tufa Trier uraufgeführt. Die Livemusik für Geige und Klavier stammt ebenfalls von Sandoval, die auch die Hauptrolle spielte.

Trier. Eine Tänzerin bewirbt sich für eine Aufnahmeprüfung in New York, verletzt sich aber leider beim Aufwärmtraining den Fuß. Geplagt von Schmerzen tanzt sie der Professorin vor und verliert während des Vortanzens ihr Gleichgewicht. In einem direkten Vergleich mit einer Konkurrentin schafft sie es, die Professorin zu überzeugen. Damit beginnt "Das Leben einer Tänzerin".
Rebekka Lintz übernimmt den Klavierpart und spielt die schwierige Musik, die ein wenig an bulgarische Folkloremusik erinnert und viele Taktwechsel, charakteristische Rhythmen und Synkopen hat, mit Bravour und Leichtigkeit. Luana Sandoval übernimmt die Hauptrolle der Tänzerin, die sie mit viel Herzblut und Ausdauer spielt.
Die beiden Gegnerinnen werden an der Tanzakademie angenommen. Doch die Konkurrentin versucht, die Tänzerin mit allen Mitteln zu manipulieren, indem sie ihr Kokain anbietet. Als die Tänzerin es nicht einmal mehr schafft, sich mit ihrem Geigenspiel abzulenken, gibt sie dem hohen Druck der Konkurrenz nach und nimmt das Kokain.
Die Droge zeigt ihre Wirkung, und sie verliert die Kontrolle über ihre Sinne. Am Times Square läuft sie verwirrt umher und wird schließlich von einem Auto angefahren. Im Krankenhaus kommt sie für einen Moment zu sich und stirbt in den Armen ihrer Ballettlehrerin.
Das gesamte Tanzensemble überzeugt mit einer beeindruckenden Leistung - keine der Mitwirkenden tanzt professionell Ballett. Das besondere an dem Tanzstil dieses Stückes ist, dass sich Elemente aus modernem Ballett, zeitgenössischem Tanz sowie orientalischem Tanz mischen.
Die Bolivianerin Lidia Herrera verkörpert die Hauptrolle der Tänzerin in jungen Jahren. Die Tanzlehrerin und Choreografin des orientalischen Tanzes Fatima Serin spielt die Ballettlehrerin und die Professorin. Meike Schwarzweller hat eine Leidenschaft zum orientalischen Tanz. Sie spielt die bösartige Konkurrentin.
Die rund 50 Zuschauer sind begeistert und belohnen das Ensemble mit langem Applaus.