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Ein gastfreundliches Paar aus Triers Süden

60 Jahre sind Heinrich und Christine Möller verheiratet. Sie haben zwei Söhne, zwei Enkel und zwei Urenkel. Zu ihrer diamantenen Hochzeit gratulieren ihnen OB Klaus Jensen (links) und der Ortsvorsteher von Feyen-Weismark, Rainer Lehnart (rechts). TV-Foto: Dorothee Quaré
60 Jahre sind Heinrich und Christine Möller verheiratet. Sie haben zwei Söhne, zwei Enkel und zwei Urenkel. Zu ihrer diamantenen Hochzeit gratulieren ihnen OB Klaus Jensen (links) und der Ortsvorsteher von Feyen-Weismark, Rainer Lehnart (rechts). TV-Foto: Dorothee Quaré
Sie sind beide echte Trierer und haben ihr Leben lang in Triers Süden gearbeitet, davon mehr als 20 Jahre im Südbad. Nun haben Christine und Heinrich Möller das Fest der diamantenen Hochzeit gefeiert.

Trier-Süd/Weismark. (DQ) Eine Mark wollte sich die junge Christine, genannt Röschen, bei Freunden leihen. "Um ins Kino zu gehen", erinnert sie sich. Bei den Leuten war ein Arbeitskollege zu Gast, Heinrich Möller. "Am gleichen Tag wusste ich, das ist meine Frau!", berichtet der heute 83-Jährige. Drei Monate später, im Januar 1951, wurde geheiratet. Nun haben Christine und Heinrich Möller ihre diamantene Hochzeit gefeiert. In der Gaststätte Möller in Trier-Süd, die heute ihr Sohn führt, nahmen sie die Glückwünsche von Oberbürgermeister Klaus Jensen und Ortsvorsteher Rainer Lehnart entgegen.

Christine Möller stammt aus Trier-Süd, Heinrich von der Weismark. Während er Maurer und Verputzer wurde, machte sie eine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin. Sieben Jahre lang, bis 1970, pachteten sie die Gaststätte Oberbillig auf der Weismark. Dann erwarben sie in Trier-Süd ein Haus, in dem sich ein Lebensmittelladen befand, und bauten diesen zur Gaststätte Möller um. Im gleichen Jahr begann Christine Möller auch, den Kiosk im Südbad zu führen, den die Familie zwei Jahre später zum Restaurant mit Kegelbahn ausbaute. Bis 1991 hatten sie es gepachtet. "Wir hatten immer viel Arbeit, aber wir haben's gern gemacht", sagt die 82-Jährige. "Am liebsten hatte ich es, wenn das Bad richtig voll war."

Gleichzeitig hielt Heinrich Möller bis zu 70 Schafe, die im Winter auf der Wiese im Südbad weiden durften. Es folgten zwölf Jahre in Spanien. Heute lebt das Paar wieder in Heinrich Möllers Elternhaus am Irscher Hof, wo er nach wie vor gern im Garten arbeitet.