| 21:16 Uhr

Ein offenes Ohr für alle älteren Trierer

Ansprechpartner für Senioren: Manfred Hoffmann im Trierer Seniorenbüro. TV-Foto: David Fuchs
Ansprechpartner für Senioren: Manfred Hoffmann im Trierer Seniorenbüro. TV-Foto: David Fuchs
Trier. Das Seniorenbüro Trier ist seit 1993 eine Beratungs- und Anlaufstelle für Trierer Senioren. Das Büro im Turm Jerusalem beschäftigt eine hauptamtliche Arbeitskraft, im Wesentlichen wird die Einrichtung von ehrenamtlichen Mitarbeitern geführt. Einer von ihnen ist Manfred Hoffmann. David Fuchs

Trier. "Ich kam mehr oder weniger zufällig zu diesem Amt", erzählt Manfred Hoffmann von seiner ersten "Begegnung" mit dem Seniorenbüro: "Als der Turm saniert wurde, habe ich mir die Baustelle angeguckt, wurde neugierig auf das Büro und habe einfach mal mitgemacht." Mittlerweile leitet der gelernte Maler und Lackierer das Büro. Hoffmann und seine Mitstreiter versuchen seit einiger Zeit, mit ihrem Programm auch jüngere Senioren anzusprechen. So werden neben regelmäßigen kostenfreien Veranstaltungen wie dem PC-Stammtisch oder einem Spielnachmittag auch Sprach- und Computerkurse angeboten.
Für 15 Euro pro Jahr kann ein persönlicher Seniorenpass erworben werden, mit dem man bei verschiedenen Partnern wie der VHS, den Bischöflichen Weingütern oder dem Nord- und Südbad Ermäßigungen erhält.
Die wichtigste Leistung des Büros sei aber das Beratungsangebot, sagt Hoffmann. Unter der Woche täglich von 9 Uhr bis 12 Uhr und donnerstags durchgehend bis 16 Uhr trifft man im Turm Jerusalem jeweils feste Mitarbeiterinnen, an die sich Hilfesuchende wenden können. Einige davon sind schon 16 Jahre dabei. "Jeder, der ein Problem hat, kann zu uns kommen - ob das die viel zu knappe Rente ist oder die Frage: An welche Behörde muss ich mich in dieser Sache wenden?" sagt Hoffmann. "Wir haben für jegliche Sorgen ein offenes Ohr und wollen beratende Hilfe bieten." Oft sei es schon wichtig, dass sich die Menschen einmal richtig aussprechen können.
"Wir sind ein gutes Team"


Hoffmann, der nach seiner Tätigkeit als Maler und Lackierer in der Stadtverwaltung tätig war, blickt als ehemaliger Vizepräsident des Reservistenverbandes auf eine ereignisreiche Vergangenheit im Ehrenamt zurück. Mittlerweile ist er auch Vorsitzender des Vereins "Seniorenrat der Stadt Trier", dem Träger des Büros. Finanziert wird die Einrichtung von Bund, Land, der Stadt und Sponsoren. Hinzu kommen Einnahmen durch die angebotenen Seniorenkarten und Kursgebühren.
Das Klima innerhalb des Büros beschreibt Hoffmann durchweg positiv. "Wir sind ein gutes Team, jeder wird hier ernst genommen und gehört." Auf die Querelen, die sich vor einigen Monaten im Stadtrat um das Thema "Seniorenvertretung" entwickelt hatten, blickt man hier mit einer gewissen Gelassenheit. "Man muss sehen, was die Zukunft bringt", sagt Manfred Hoffmann. Ihm bereiten vor allem die kleinen Räumlichkeiten im Turm Jerusalem Sorgen. Sein Wunsch: "Es wäre schon schön, mehr Platz mitten in der Stadt zur Verfügung zu haben."