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TRIER
Ein Preis, eine Kirche, zwei Preisträger

Trier Forum Vorsitzender Daniel Thull (links) ehrt die beiden Preisträger Anton Viktor Wyrobisch (Dritter von links; mit Ehefrau Monika Wyrobisch) und Marcell Hürtgen (Zweiter von rechts; mit Ehefrau Edith Hürtgen) mit dem Forum Preis.
Trier Forum Vorsitzender Daniel Thull (links) ehrt die beiden Preisträger Anton Viktor Wyrobisch (Dritter von links; mit Ehefrau Monika Wyrobisch) und Marcell Hürtgen (Zweiter von rechts; mit Ehefrau Edith Hürtgen) mit dem Forum Preis. FOTO: LH
TRIER. Verein Forum Trier verleiht den nach ihm benannten „Forum Preis“ 2018 an Anton Viktor Wyrobisch und  Marcell Hürtgen. Von Ludwig Hoff

Beispielhaftes, außergewöhnliches Engagement, gepaart mit Weitblick und unermüdlicher Ausdauer für den Erhalt der Welschnonnenkirche bescheinigte Daniel Thull, Vorsitzender des Vereins Trier Forum, Anton Viktor Wyrobisch und Marcell Hürtgen, bei der Verleihung des diesjährigen Forum Preises am Freitag in besagter Welschnonnenkirche inmitten von Trier (Flanderstraße). Mit ihrem ehrenamtlichen Wirken haben beide Preisträger den drohenden baulichen Verfall des wichtigen Zeugnisses des Barock in Trier verhindert.

Bei der Suche nach den Preisträgern sei die Wahl auf beide Herren einstimmig in den Vereinsgremien ausgefallen, sagte Daniel Thull beim anschließenden Empfang im ehemaligen Refektorium des Klosters der Welschnonnen und heutigen Musiksaal des Auguste-Viktoria-Gymnasiums.

Anton Viktor Wyrobisch ist der Präfekt der Marianischen Bürgersodalität Trier von 1610. Im Hauptberuf  lehrte er am Trierer Auguste-Viktoria-Gymnasium. Architekt Marcell Hürtgen ist im Ehrenamt Vorsitzender des Fördervereins Welschnonnenkirche Trier.

„Für ein sinnvolles Bewahren, eine behutsame Erneuerung und Entwicklung der Stadt und des Umlandes“, lautet das Motto des Trier Forum. Diesem seien die jüngsten Preisträger mit ihrem ehrenamtlichen Tun voll und ganz gerecht geworden, betonte der Vorsitzende. Der Verein besteht seit 30 Jahren. 2003 wurde der Preis erstmals verliehen.

In seiner Laudatio würdigte Andreas Weiner, Konservator im Bistum Trier, die Preisträger, die durch „ihren Fleiß, Mut und ihre Beharrlichkeit einen ganz erheblichen Anteil“ am Zustandekommen der denkmalgerechten Sanierung und Restaurierung der Welschnonnenkirche gehabt hätten. Aus einer schier aussichtslosen Situation sei eine Erfolgsstory eines Baudenkmals geworden, so der Laudator.

Immerhin seien in den Jahren von 2014 bis 2017 insgesamt 416 000 Euro für den Erhalt der Welschnonnenkirche geflossen.

Andreas Weiner verschwieg den Zuhörern nicht die Dramatik, als vor einigen Jahren mit Zunahme der Schäden am Kirchendach „man beim Bistum nahe daran war, die Kirche aufzugeben“. Mit dem Sanierungs- und Restaurierungskonzept und seiner Umsetzung, an dem die beiden Preisträger erheblichen Anteil gehabt haben, habe man dies verhindern können. Dank zollten die Preisträger ihren Familien für deren Verständnis und Unterstützung.