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Kunst
Schwarzmarkt für Buchkunst und Druck

Trier. Die dritte Trierer Handpressenmesse soll im September zum Forum regionaler Künstler werden.

Unter dem  Titel Schwarzmarkt veranstaltet die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stadtbibliothek Trier am 1. und 2. September in den Räumen der Europäischen Kunstakademie die dritte Trierer Handpressenmesse.

Die Messe bietet ein zweitägiges Forum für Akteure aus den Bereichen Buchkunst und Künstlerbücher, Druckgrafik, Papier, Kleinverlage. Es werden laut Mitteilung der Organisatoren 40 Aussteller aus Deutschland und Europa ihre Exponate präsentieren und Einblicke in ihre Werkstattarbeit ermöglichen.

Das Hauptgewicht liegt auf dem Bereich der Buchkunst. Es wird hier an zwei spannenden Tagen die Möglichkeit zur Begegnung mit einer großen Vielfalt individueller Schöpfungen aus dem Bereich der Buchkunst und Druckgrafik geben. Der Schwerpunkt der Messe wird auf dem Medium Buch liegen, als mit Schriftsatz und Druckgrafik in kleiner und kleinster (oder auch als Einzelstück) aufgelegter Buchkunst.

Die Messe bietet die Möglichkeit, künstlerisch ansprechende Unikate zu bestaunen und selbstverständlich auch zu erwerben, sie will aber vor allem ein Forum für den Austausch zwischen Kunstliebhabern und Buchkünstlern schaffen.

Das Konzept geht damit bewusst über den Rahmen einer Verkaufsmesse hinaus. Es besteht die Möglichkeit, während beider Veranstaltungstage in einer an die Ausstellungsräume unmittelbar angrenzenden Räumlichkeit Atelierlesungen zu veranstalten.

Ziel der Organisatoren ist es, für die Region Trier ein Messeereignis in einem Kultursegment zu gestalten, das im Zeitalter digitaler Produktionstechniken eine Art Schattendasein zu führen scheint. Die Organisatoren möchten mit der Präsentation von handgemachter Kunst ein Gegengewicht zum Aspekt der Entsinnlichung setzen, die häufig der auf modernen Techniken beruhenden Kunstproduktion anhaftet. Und sie möchten ein Forum zur Begegnung und zum Austausch Kunstschaffender und Kunstinteressierter bieten, und so im direkten Kontakt erfahrbar machen, welche Menschen mit welchen Materialien und Techniken diese Prozesse gestaltet haben.

Ermutigt durch den Erfolg bei der beiden Handpressenmesse 2014 und 2016 werden die Macher der Messe von dem Wunsch getragen, auch hier in der Region der vielfältigen Kunstszene ein besonderes Forum für eine ganz besondere Sparte zu schaffen.

Daher wünschen sich die Organisatoren auch eine vielfältige Beteiligung regionaler Künstlerinnen und Künstler. Anmeldungen können noch unter der Mailadresse Handpressenmesse.Trier@gmail.com oder unter der Telefonnummer 0171 41 36 000 bei Bernhard Maria Müller erfolgen.