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Eine perfekte Inszenierung

Großer Bahnhof für ein einzigartiges Konzept: Mit viel Prominenz ist im Rheinischen Landesmuseum in Trier das multimediale Raumtheater "Im Reich der Schatten" eröffnet worden. Das neue kulturhistorische Projekt dauert 45 Minuten und ist ab heute viermal täglich zu sehen.

Trier. (mehi) Sprachlos sind die Gäste, als sie nach 45 Minuten den Neumagener Saal des Rheinischen Landesmuseums verlassen. Sie waren die ersten, die das neue multimediale Raumtheater genossen haben. "Das bislang einzigartige Projekt fällt weit aus dem Rahmen unserer bisherigen Museumsarbeit", kündigt Museumsdirektor Eckhart Köhne vorab an. Es sei ein Bekenntnis zum Museum mit wissenschaftlichem Anspruch und gleichzeitig angedacht, das Publikum informativ zu unterhalten.

"Das ungeheure Potenzial der Geschichte des Landes zu präsentieren, ist heute nicht einfacher geworden", sagt Kulturministerin Doris Ahnen bei der Eröffnung des neuen Ausstellungskonzeptes. "Da muss man sich etwas einfallen lassen." Das Landesmuseum hat dies getan. Moderne Technik verbindet sich bei der Show "Im Reich der Schatten" mit Elementen aus Kino, Theater, Trickfilm und Hörspiel. All das vermischt sich mit römischer Geschichte und Geschichten (der TV berichtete). 15 Projektoren und 19 Schallquellen sorgen für den Surround-Sound und lassen die Reliefs der 50 antiken Grabmäler wie die Friseur- oder die Schulszene regelrecht leben und sie in knatschbunten Farben wiederauferstehen.

"Ich bin sehr gespannt", sagt Ahnen, bevor sie den Saal betritt. Die Inszenierung habe ein ganz solides wissenschaftliches Fundament und werde zeitgemäß präsentiert. Die Ministerin ist sich sicher: "Das ist ein weiterer Meilenstein und wird ganz neue Menschen ins Museum locken."

Die Publikumspremiere ist heute, 11.30 Uhr. Anschließend ist die Inszenierung viermal täglich - außer montags - zu erleben. Tickets in den TV-Service-Centern Bitburg, Wittlich und Trier, Ticket-Hotline 0651/7199-996, www.volksfreund.de/tickets