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Einfach nur Papier…

Im Supermarkt: Der letzte Punkt auf der Einkaufsliste lautet "Klopapier". Kein Problem! Doch vor dem Regal angekommen, gibt es erschreckenderweise Unmengen verschiedener Angebote. Dreilagiges oder vierlagiges, recycelbares (Recycelbares Klopapier?

Das will ich mir gar nicht vorstellen!) oder umweltfreundliches, mit Kamillenduft oder Lavendel - kaum zu fassen…

Und dann die Preise: acht Rollen dreilagig à 150 Blatt für 1,99 Euro oder acht Rollen vierlagig à 100 Blatt für 2,95 Euro oder zehn Rollen à 200 Blatt für 4,25 Euro, aber dafür mit Duftkeule. Plötzlich ist da dieses Gefühl der Überforderung - dabei ist es doch nur Klopapier…

Und dann geht die Rechnerei los. Wie war das doch gleich noch mal? Damals in der Schulzeit? Dreisatz! Ach ja, 100 Prozent sind… Und dann mal acht, mal zehn …, oder? Und die 150 Blatt? Keine Ahnung!

Peinliches Umschauen: Sieht mich jemand? Und dann das Handy mit dem Taschenrechner gezückt. Aber auch der hilft nicht weiter. Ist das peinlich! Nach viel Rechnerei, Überschlag und Schätzung fällt die Entscheidung für eines der zig Pakete. Puh, geschafft! Schnell ab zur Kasse.

Doch auf einmal stellt sich dieser Angebotsständer in den Weg: "Klopapier - super-günstig!" Na, klasse! Alle mathematischen Kunststücke umsonst. Also folge ich der Werbung, bringe das ausgewählte Paket Klopapier zurück, nehme eins vom Angebotsstapel und bin froh, als ich endlich mit - einfach nur - Klopapier unterm Arm das Geschäft verlasse.