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Er steht zu seinem Wort

Dichter Verkehr in der Franz-Georg-Straße, dafür tote Hose in der Metternichstraße: Die Bürger in Trier-Nord wollen das ändern. TV-Foto: Hans Krämer
Dichter Verkehr in der Franz-Georg-Straße, dafür tote Hose in der Metternichstraße: Die Bürger in Trier-Nord wollen das ändern. TV-Foto: Hans Krämer
Ein Novum in der Trierer Kommunalpolitik: Mehr Bürgerbeteiligung und mehr Transparenz waren die Versprechen, mit denen Klaus Jensen im September 2006 in den OB-Wahlkampf zog. Daraus macht er im Trierer Norden erstmals Ernst. Dem von Bürgern und Verwaltung erarbeiteten Stadtteilrahmenplan gab Jensen mit einer Absichtserklärung, die er und die beteiligten Bürger unterschrieben, mehr Gewicht. Von Dorothee Quaré-Odenthal und Hans-Peter Linz Von Hans-Peter Linz

Meinung Zwei mächtige Partner Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung der Trier-Norder Zukunftskonferenz hat Oberbürgermeister Klaus Jensen deutlich gemacht, dass er das Thema Bürgerbeteiligung äußerst ernst nimmt. Das muss er auch, schließlich hatte er damit den Wahlkampf im vergangenen Herbst gewonnen. Der "Schulterschluss" von Verwaltung und Trier-Norder Bürgerschaft ist ein umissverständliches Signal an die Mandatsträger im Trierer Stadtrat und im Trier-Norder Ortsbeirat, die Wünsche und Sorgen der Bürger ernster zu nehmen, als sie es bislang taten. Die Erklärung hat keine juristische Wirksamkeit, denn das verantwortliche Gremium bleibt der Stadtrat. Aber die Signalwirkung dieses Aktes ist immens. Zu oft sind Ideen der Zukunftskonferenzen (Stadtteilrahmenpläne) in Vergessenheit geraten, zu oft wurden die Bürger enttäuscht, ob bei der Bewältigung der Verkehrssituation der Olewiger Straße oder bei der Errichtung von Bolzplätzen in der Balthasar-Neumann-Straße. Nun macht Jensen Druck und hat sich zwei mächtige Partner dazu genommen: die Verwaltung und die Bürgerschaft - ein mutiger Vorstoß. Jensen beweist damit zum ersten Mal nach seinem Amtsantritt, dass er sein Wahlversprechen, mehr Bürgerbeteiligung zu ermöglichen, einlöst - an einem ganz konkreten Beispiel im größten und einem der problematischsten der Trierer Ortsbezirke - im Norden. h.p.linz@volksfreund.de