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| 20:41 Uhr

Fitness am Fernsehturm

Den Trimm-Dich-Pfad im Weisshauswald gibt es nicht mehr. Der Gesundheitspark und die Petrispark GmbH planen für den Petrisberg einen neuen Fitnesspfad. TV-Foto: Max Henning Schumitz
Den Trimm-Dich-Pfad im Weisshauswald gibt es nicht mehr. Der Gesundheitspark und die Petrispark GmbH planen für den Petrisberg einen neuen Fitnesspfad. TV-Foto: Max Henning Schumitz
Der Gesundheitspark Trier will auf dem Petrisberg einen modernen Trimmpfad einrichten (der TV berichtete). Bisher fehlt noch Geld für das 20 000 Euro teure Projekt. Die Hoffnungen ruhen nun auf der Petrisberg GmbH. Von unserem Mitarbeiter Max Henning Schumitz

Trier. Vom Trimm-Dich-Pfad im Trierer Weisshauswald ist wenig übrig geblieben. Nur einige Hunde mit ihren Frauchen oder Herrchen nutzen den Weg zum Spazierengehen. "Ein klassischer Trimm-Dich-Pfad ist aus sportmedizinischer Sicht auch überholt", sagt Holger Jungandreas. Er ist Sportwissenschaftler und arbeitet im Gesundheitspark in der Engelstraße. Täglich läuft er vom Petrisberg aus in die Stadt hinunter. In der Stadt schnappt er sich sein Rad und radelt zu seinem Arbeitsplatz. Nachmittags geht es dann wieder per Rad und zu Fuß zurück nach Hause.

Der leidenschaftliche Jogger dreht dann meist noch eine kleine Runde auf dem Petrisberg. Bei einer seiner Laufrunden ist ihm vor etwa 18 Monaten eine alte Idee wieder in den Sinn gekommen: "Vor 20 Jahren hatte ich schon mal ein Konzept für einen Trimm-Dich-Pfad in der Nähe des Römerbrunnens erarbeitet", erzählt Jungandreas. Das Projekt habe damals nicht realisiert werden können, weil ein Geldgeber ausgefallen sei. "Danach geriet es in Vergessenheit."

Nun will er seiner Idee zu einer Renaissance verhelfen: "Meine Laufstrecke rund um den Fernsehturm eignet sich hervorragend, um dort einen modernen Fitnesspfad einzurichten", schwärmt der Fitnessfan. "Die Stationen, die mir vorschweben, haben nichts mit den klassischen Trimm-Dich-Pfaden gemein. Es soll auch kein Fitnessstudio im Wald entstehen", ergänzt Jungandreas. Das geplante Angebot solle dazu animieren, ganzjährig Sport im Freien zu treiben. "Bewegung soll den Menschen Spaß machen." Die angebotenen Übungen sollen Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer trainieren.

Das Projekt ist mit der Entwicklungsgesellschaft Petrisberg und der zuständigen Forstverwaltung abgestimmt. Zur Realisierung fehlte allerdings bisher das notwendige Geld. "Die Kosten liegen bei rund 20 000 Euro", schätzt Jungandreas und rechnet vor: "Im Gegensatz dazu liegen die Behandlungskosten für Bewegungserkrankungen in Deutschland jährlich bei etwa 30 Milliarden Euro."

Möglicherweise lässt sich Jungandreas' Idee aber bald verwirklichen: Die Petrispark GmbH unterstützt das Projekt: "Wir prüfen derzeit, wie sich der Bau des Fitnessparcours finanzieren lässt", sagt Roman Schleimer. Er ist einer der Geschäftsführer der Petrispark GmbH, die sich seit dem Ende der Landesgartenschau vor sechs Jahren um die Entwicklung des ehemaligen Gartenschaugeländes am Petrisberg kümmert.