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Flaschen fliegen über den Kornmarkt

Viel Spaß gab es bei "Kiwi" am Stand des Hochbauamts. Dessen Leiter, Michael Strobel, erklärt hier Piet, Simon und Yul Statik und Lastenverteilung.Foto: Gabriela Böhm
Viel Spaß gab es bei "Kiwi" am Stand des Hochbauamts. Dessen Leiter, Michael Strobel, erklärt hier Piet, Simon und Yul Statik und Lastenverteilung.Foto: Gabriela Böhm
TRIER. Die Auftaktveranstaltung zu den ersten Trierer Wissenschafts- und Forschertagen für Kinder ("Kiwi") verlief verhalten. Der große Ansturm von Kindern blieb aus. Von unserer Mitarbeiterin <br>GABRIELA BÖHM

Der Bedarf an Veranstaltungen, bei denen Kinder spielerisch selbstbestimmt lernen, ist in Trier normalerweise groß. Das zeigte die stete Nachfrage nach Aktionen der Kinderuni und des noch andauernden Zukunftsdiploms, die häufig kurz nach ihrer Bekanntgabe ausgebucht waren. Aus diesem Grund, und weil am Montag die deutsch-französische Wissenschaftskarawane auf ihrer Tournée durch Deutschland in Trier Station machte, hatte die Stadtjugendpflege zusammen mit der Mobilen Spielaktion und weiteren Kooperationspartnern "Kiwi" initiiert. Der zeitliche Vorlauf von wenigen Wochen war recht knapp - dementsprechend kurzfristig wurden die Faltblätter fertig und wurde die Öffentlichkeit informiert. Vielleicht war das ein Grund dafür, dass in der ersten Hälfte der Veranstaltung kaum ein Kind auf dem Kornmarkt zu finden war. Passanten gehen vorbei

In einem weiträumigen Karree waren die Pavillons mit Spiel-, Bastel- oder Naturkunde-Angeboten auf dem Platz aufgestellt - oftmals unbemerkt von Passanten der Fleischstraße. Mitten drin der Stand der Wissenschaftskarawane, der mit ein paar alltagstauglichen Experimenten den später eintröpfelnden Kindern Spaß bereitete. Da schossen per Luftdruck leere Kunststoffflaschen hoch in den grauen Himmel, wurden Luftballons durchstochen, ohne zu platzen, oder Phantasieautos gebastelt. Enttäuschend war allerdings das zuvor angekündigte sprachliche Angebot des deutsch-französischen Kooperationsprojekts. "Jetzt verstehe ich gar nichts mehr", bemerkte ein Steppke etwas ratlos. Was vielleicht damit zusammen hing, dass der französische Animateur seine rudimentären englischen Sprachkenntnisse bemühte. "Ohne Englisch geht nix", resümierte folgerichtig ein anderer Junge. Spannung und Wissensreiches gab es beim Stand des Hochbauamts. Dessen Leiter, Michael Strobel, knobelte zusammen mit Kindern an der Konstruktion der "Villa Paletti" - neben viel Spaß gab´s ganz nebenbei Informationen über Statik und Lastenverteilung. Sie betrachte es als Pilotprojekt, meinte Stadtjugendpflegerin Susanne Schmitz. "Kiwi" solle nach der Auswertung zu einer festen Größe im Trierer Veranstaltungsprogramm werden. Bis Donnerstag finden weitere Einzelveranstaltungen statt. Informationen bei der Mobilen Spielaktion, Telefon 0651/99 405 83 oder der Stadtjugendpflege, Telefon 0651/718-1541.