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| 20:00 Uhr

Freiheitskampf in Zalawen

TRIER. "Ganz Zalawen gegen Rom" hieß es am Samstagabend in der Orangerie im Nells Park: Die KG "M'r wieweln noch en Zalawen 1911" eröffnete mit ihrer ersten Karnevalssitzung die heiße Phase der Session. Von unserer Redakteurin <br>INGE KREUTZ

Ganz Wieweler Treverorum ist von den Römern besetzt. Fast ganz Wieweler Treverorum: Eine Gruppe Widerspenstiger aus Zurlauben leistet Widerstand. Der römische Imperator hat die Auseinandersetzungen satt und schlägt ein Fest vor, das über Freiheit oder Knechtschaft der Aufständischen entscheiden soll: Die "Barbaren aus Zalawen" müssen ein Unterhaltungsprogramm auf die Beine stellen, und das Publikum hält am Ende des Abends die Daumen hoch oder runter."Pispottus Treverensis" war einst eine Sparbüchse

Selbst die kleinsten "Barbaren" halfen mit, den Römern die Stirn zu bieten: Mit Pippi Strumpfus Longus und ihren Freunden stand erstmals seit Jahren wieder eine Kindergarde auf der Wieweler-Bühne. "Zalawenix" Hans Karl Meunier zog Politik und Zeitgeschehen durch den Kakao - pardon, den Zaubertrank. Jürgen Jakobs sorgte als "Pispottus Treverensis" schon durch sein originelles Kostüm für Lacher. Er beklagte das Schicksal als meistverkannter historischer Fund aller Zeiten: "Die Archäologen hon doch all e Spleen - dabei wor eich die Sparbüchs vom Kaiser Konstantin."

Manfredus Albertus Minimax, alias Sitzungspräsident Manfred Stehle, ließ in seiner Bütt das vergangene Jahr Revue passieren - darunter die OB-Wahl. Ulrich Holkenbrink habe ihn während einer Erkältung gefragt, was er mit seiner Stimme gemacht habe, erzählte Stehle. Seine Antwort: "Was fragt du? Mit verloren gegangenen Stimmen kennst du dich doch aus!"

Josef Ahrweiler und Oliver Hoffmann machten als "Cäsar und Kleopatra" auf ein neues Krankheitsbild aufmerksam: die Alzheimer-Bulimie. Die Symptome: "Man vergisst nach den Heißhunger-Attacken das Erbrechen." Nach fünfstündiger Sitzung und einem musikalischen Plädoyer der "Wieweler Duckentcher" für den heimischen Dialekt - "Sprecht Trierisch, wie der Schnabel euch gewachsen ist", heißt ihr neues Lied - stellte Manfredus Albertus Minimax die alles entscheidende Frage: Daumen hoch oder Daumen runter? Das Ergebnis versteht sich von selbst: Die "Barbaren von Zalawen" sind freie Leute. Weitere Mitwirkende: das Trierer Stadtprinzenpaar Barbara II. und Andreas I., die Band "Sound Set", Josef Müller als "Jung aus Zalawen", die Wieweler Garde, die Erwachsenen-Tanzgruppe mit "Roma - Tanz der Göttinnen", die Wieweler-Showgruppe mit der "Sage vom lachenden Wuppdus", der Elferrat mit dem "Legionärstanz", Miriam Druckenmüller und Frank Schmidt als "Zalawensianische Marktschreier", Jürgen Jakobs und Hans Karl Meunier als "Tripps und Trilles", Showtanzgruppe mit dem Medley "Pussycat Dolls" und Jürgen Jakobs mit dem Abschlusssong.

Die weiteren fünf Sitzungen der KG "M'r wieweln noch en Zalawen 1911" in Trier sind ausverkauft. Eine letzte Chance, den Kampf der Trier-Norder "Barbaren" gegen die Römer mitzuerleben, bietet sich am Samstag, 24. Februar: Dann gastieren die "Wieweler" ab 20 Uhr im Centre Culturel in Wasserbillig. Karten gibt es unter Telefon 0651/25141 und 00352/740498.