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Frische Farben für das Jobcenter

Trier. Das neue Gebäude des Jobcenters Trier-Stadt in der Gneisenaustraße 38 erhält eine farbenfrohe Innengestaltung. Möglich wird das durch das Projekt Kunst-Bau-Steine, eine Fördermaßnahme für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, die der Club aktiv in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Trier-Stadt durchführt.

Trier. Kunst-Bau-Steine steht für die künstlerische Aufwertung von öffentlichen und gemeinnützigen Einrichtungen. Das Projekt kombiniert künstlerische Fassadengestaltung und Handwerk; dadurch erhalten psychisch beeinträchtigte Menschen die Chance, beruflich wieder Fuß zu fassen. Die Besonderheit von Kunst-Bau-Steine besteht darin, dass das Lernen konkret vor Ort und nicht isoliert in einer Werkstatt erfolgt. Dadurch können die Teilnehmer täglich den Umgang mit Kollegen, Kunden und Passanten unter realen Arbeitsmarktbedingungen üben. So können sie auch die eigene Leistungsfähigkeit realitätsnah einschätzen.
Kunst wird als therapeutisches Element in der Psychiatrie bereits seit vielen Jahrzehnten gezielt eingesetzt. Sie ermöglicht Menschen, sich ohne Druck auszuprobieren, neue Wege zu gehen und dabei bisher unbekannte Ressourcen zu entdecken. Eine Wand künstlerisch zu gestalten statt einfach nur grau zu streichen, macht die Arbeit zu etwas Einzigartigem. Gesellschaftliche Anerkennung und die Verschönerung von öffentlichen Gebäuden sind hierbei die positiven Nebeneffekte. Die Teilnehmer am Projekt haben nun die Wartebereiche und das Treppenhaus im Jobcenter in der Gneisenaustraße, das dort im Dezember geöffnet hat, künstlerisch gestaltet. "Ich freue mich sehr darüber, dass es mir gelungen ist, das Projekt Kunst-Bau-Steine für die kreative und geschmackvolle Gestaltung des Jobcenters zu engagieren. Die farbenfrohe Innengestaltung ist ein Gewinn für Kunden und Mitarbeiter", sagt die Geschäftsführerin des Jobcenters, Marita Wallrich. red