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Fastnacht
Fröhlich Fastnacht feiern in Trier – na sicher!

Eine Gruppe der Karnevalsfreunde TuS Euren beim Rosenmontagszug Trier 2017.
Eine Gruppe der Karnevalsfreunde TuS Euren beim Rosenmontagszug Trier 2017. FOTO: Friedemann Vetter
Trier. Beim Sicherheitskonzept für Weiberdonnerstag und Rosenmontag bleiben sich Stadt Trier und Polizei treu. Neben Glasverbot, Videoüberwachung und einer Party für Jugendliche kommt auch ein besonderer Schutz vom Weihnachtsmarkt wieder zum Tragen.

Videoüberwachung, Betonbarrikaden, mehr als 160 Polizisten:  Damit möchte die Polizei am Weiberdonnerstag und Rosenmontag dafür sorgen, dass alle mit einem sicheren Gefühl Karneval feiern können. Dass Beamte aus der gesamten Direktion mit jeder Menge Überstunden den närrischen Spaß sichern, sei „normal“, erklärt Uwe Konz von der Polizeidirektion Trier. Der Einsatz ist enorm, lohnt sich aber, glaubt man Andreas Peters, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK), und der Polizei: „So kann es in den nächsten zehn Jahren weitergehen“, sagt Peters, der besonders zufrieden über die Kommunikation mit Stadt und Polizei ist. „Da gab es regelmäßig runde Tische“, und dadurch habe sich die Arbeit in den letzten Jahren stetig verbessert. Von 2012 bis 2014 verursachte die Fastnacht noch einen gehörigen Kater: Peters erinnert sich nur mit Kopfweh an die alkoholischen Exzesse vieler Jugendlicher 2012, bei dem zahlreiche junge Menschen mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus mussten (siehe Info). Ausschweifungen, Aggressionen und Glasbruch, auch dieses Jahr rechnet die Polizei wieder damit. Und deshalb ist sie vorbereitet. „Grundsätzlich sind die Erfahrungen der letzten Jahre sehr positiv“, sagt Konz, es sei zuletzt auch zu weniger Gewalt gekommen. Deshalb bleibe es überwiegend beim Sicherheitskonzept von 2017. Für 2018 gilt Folgendes.

Videoüberwachung: Sowohl an Weiberfastnacht wie auch am Rosenmontag setzt die Polizei auf Videoüberwachung am Trierer Hauptmarkt. Am Rosenmontag wird der Vorplatz an der Arena in das Videokonzept aufgenommen. Durch den Einsatz der Kameras möchte die Polizei Gefahren frühzeitig erkennen und eingreifen können: Die videoüberwachten Bereiche werden für Besucher durch Hinweisschilder deutlich gekennzeichnet. Durch diese Hinweise sollen ebenso potenzielle Straftäter abgeschreckt werden. Auch die Body-Cam, eine mobile Kamera an der Brust der Polizisten, kommt wieder zum Einsatz.

Jugendschutz: Zum einen gibt es Jugendschutzkontrollen.  Zum anderen wird eine Anlauf- und Aufnahmestelle für alkoholisierte Minderjährige in den Räumen des Palais Walderdorff eingerichtet.

Sozialarbeiter des Jugendamts können dort angetrunkene Jugendliche betreuen, bis ihre Eltern sie abholen. Die weiterführenden Schulen in Trier haben erneut in einem Rundschreiben an die Eltern auf die Jugendschutzbestimmungen beim Alkoholkonsum hingewiesen.

Weiterer Teil der Jugendschutzstrategie ist eine Party, die die Jugendzentren Exhaus und Mergener Hof ausrichten. An Weiberfastnacht, von 15 bis 22 Uhr, gibt es in der Aula der Berufsbildenden Schule für Jugendliche ab 14 Jahren damit einen Rahmen, um zu feiern.

Verkehrssicherungen: Man kennt sie schon vom Weihnachtsmarkt 2017, dieses Mal aber ohne Geschenkpapier-Dekoration: Betonbarrikaden stehen wieder an den Zufahrtsstraßen, damit keine Fahrzeuge in die Fußgängerzone fahren können. Die Wegstrecke des Umzugs am Rosenmontag über den Hauptmarkt wird mit Gittern eingezäunt, um zu verhindern, dass Menschen in den laufenden Festumzug geraten. Hier werden mehrere Übergänge für Fußgänger geschaffen.

Alle zur Umzugstrecke führenden oder sie kreuzenden Straßen sind am Rosenmontag ab etwa 11.30 Uhr gesperrt (alle Straßensperrungen finden Sie auf volksfreund.de)

Weitere Sicherheitsmaßnahmen:

Zwischen 11 und 18 Uhr ist es donnerstags auf dem Trierer Hauptmarkt verboten, diesen Bereich mit Flaschen, Gläsern, Krügen und anderen Glasbehältern zu betreten. Deshalb wird das Ordnungsamt auch Taschen und Rucksäcke kontrollieren.

Außerdem wird ein Sicherheitsmobil der Polizei an Weiberdonnerstag und an Rosenmontag auf dem Domfreihof als mobile Polizeiwache sowie Anlaufstelle für Schutzsuchende stehen.

Sanitäter und Feuerwehr: Aufgrund der Vorkommnisse von 2012 sorgen ATK und Stadt sowohl am Weiberdonnerstag wie am Rosenmontag für ein breites Aufgebot an Sanitätern, die neuralgische Punkte abgehen und weiterhin in Bereitschaft sind.

Am Rosenmontag sind das etwas mehr als 20 Sanitäter, drei Rettungswagen und sechs Krankenwagen im Stadtgebiet. Donnerstag sind es rund halb so viele Einsatzkräfte.