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Benefiz
Benefizturnier für verunglückten Trierer

FOTO: Friedemann Vetter
Trier. Für den Schwimmer, der am Sonntag in der Mosel ertrunken ist, veranstaltet der SV Alemannia Trier am Samstag, 4. August, ein Fußballturnier im Moselstadion. Der Erlös kommt seiner Familie zugute. Sarah Enzweiler

Der Unfalltod eines 19-Jährigen ist seit Dienstag traurige Gewissheit (der TV berichtete). Der Trierer war bei dem Versuch, die Mosel zu durchschwimmen, auf halber Strecke untergegangen. Er hinterlässt eine Lebensgefährtin und einen zweijährigen Sohn.

Für die Familie des Verunglückten stellt der SV Alemannia Trier 2013 eine Benefizveranstaltung auf die Beine. Sie geht am Samstag, 4. August, von 16 bis 20 Uhr auf dem Kunstrasen-Nebenplatz im Moselstadion Trier über die Bühne.

Ab 17.30 Uhr spielen Vereine in einem Blitzturnier gegeneinander. Dafür haben sich bereits acht bis zehn Vereine aus ganz Rheinland-Pfalz angemeldet, darunter beispielsweise Mannschaften aus Bitburg, Daleiden und Oberkail (Eifelkreis Bitburg-Prüm) sowie den Trierer Stadtteilen Ehrang, Olewig, Ruwer und Kernscheid. Natürlich nimmt auch der gastgebende Verein SV Alemannia 2013 Trier an dem Turnier teil.

Dennis Peters, erster Vorsitzender des SV Alemannia, sagt: „Da die Veranstaltung bereits am Samstag stattfindet, haben wir einen Verein gesucht, der kurzfristig gegen uns spielen möchte. Aber dann haben sich sehr viele Vereine gemeldet, die auch mitmachen wollen“.

Neben dem Blitzturnier gibt es auch noch eine Tombola, für die ein Sponsor Preise gestiftet hat.

Ein Freund des 19-Jährigen trainiert ab und an beim SV Alemannia mit und hat die Fußballmannschaft auf das Unglück aufmerksam gemacht. Laut Peters wollte die Mannschaft im Training direkt anfangen, Geld zu sammeln. Doch Mike Schulz, der Kapitän der Mannschaft, habe eine Benefizveranstaltung vorgeschlagen, um mehr Geld sammeln zu können.

Peters sagt: „Dann haben wir uns überlegt, wie wir das schnellstmöglich auf die Beine stellen können. Wir wollten die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen und haben angefangen, uns um Getränkestände und Ähnliches zu kümmern“.

Dass sich die Ankündigung der Benefizveranstaltung wie ein Lauffeuer verbreiten würde, damit hatte Peters nicht gerechnet. Er ist überwältigt von der Anteilnahme und Hilfsbereitschaft der Menschen: „Es haben sich Gastronomen und Getränkehändler gemeldet, die uns Fleisch und Getränke zur Verfügung stellen wollen.“

Auch das Moselstadion wurde dem Verein für die Veranstaltung kostenfrei überlassen. In Sommermonaten sei es laut Peters schwierig, einen freien Termin zu finden. Aber „alle haben zusammengearbeitet, und so haben wir eine Lücke gefunden, die es uns ermöglicht hat, die Veranstaltung am Samstagabend stattfinden zu lassen“.

Der Verunglückte selbst hat nie in dem Verein Fußball gespielt, aber für Peters ist das nicht ausschlaggebend. Er sagt: „Das spielt für uns keine Rolle. Wenn wir etwas tun können, dann machen wir das.“

Alle Spenden und Einnahmen kommen der Familie des gestorbenen 19-Jährigen zugute. Der SV Alemannia freut sich auf zahlreiche Besucher.