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Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe

Roman Nummer 7 ist da: Rolf Ersfeld. TV-Foto: Archiv/Dorthée Quaré
Roman Nummer 7 ist da: Rolf Ersfeld. TV-Foto: Archiv/Dorthée Quaré FOTO: (h_st )
Trier. Mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte legt der Trierer Autor und Jurist Rolf Ersfeld bereits seinen siebten Roman vor. "Paul und die Herbst-Zeitlose" erzählt von der Begegnung zweier sehr unterschiedlicher, aber gleichermaßen verzweifelter Menschen.

Trier. Es ist ein kühler und windiger Tag, als sich zwei Menschen auf einer Brücke irgendwo in Süddeutschland begegnen. "Ich will Sie gar nicht davon abbringen zu springen", versichert der ältere Mann der jungen Frau. "Ich werde auch springen."
Täten sie es, so wäre der Roman von Rolf Ersfeld wohl auf Seite 8 zu Ende. So aber spannt der Trie rer Autor, der mit "Paul und die Herbst-Zeitlose" nach knapp fünf Jahren seinen siebten Roman vorlegt, einen weiten Bogen über die Jahrzehnte und erzählt in gewohnt anschaulicher Sprache von den wechselhaften Schicksalen seiner Protagonisten.
Der Leser springt zurück in die Kindheit des frühzeitig in Rente geschickten Arztes Paul Priewe und erfährt, wieso er als Senior im Krankenhaus so geschockt ist, einen gewissen Friedrich Klabus zum Zimmernachbarn zu bekommen. Kathi, 34 Jahre jünger als Paul, wird als Findelkind von einer Katze vor dem Erfrieren gerettet. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr. Auf der Brücke kommen sich zwei vom Leben enttäuschte Menschen näher und finden aneinander Halt.
Wie immer tauchen im Roman von Rolf Ersfeld (Jahrgang 1945) interessante Charaktere auf, werden Intrigen gesponnen und Böse ihrer Strafe zugeführt. Sein neuestes Werk bietet auf 315 Seiten ein spannendes und mitreißendes Lesevergnügen. DQ

Rolf Ersfelds neuer Roman "Paul und die Herbst-Zeitlose" ist im IL-Verlag erschienen und kostet 14,70 Euro.