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Diskussion
Gesprächsrunde: Wozu noch an die Nazizeit erinnern?

Trier. Einige Aktive gründeten am 4. Oktober 1988 den Arbeitskreis „Trier im Nationalsozialismus“ in der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF). Dieses Jubiläum wird mit einer entsprechenden Gesprächs- und Diskussionsrunde am Donnerstag, 4. Oktober, um 19 Uhr in der Volkshochschule, Raum 5 am Domfreihof, gewürdigt.

Ein Ziel war es, den Rundgang „Trier im Nationalsozialismus“ als Bildungsangebot zu etablieren, was gelungen ist und sich auch in einem Buch niedergeschlagen hat. Letztendlich wurde daraus eine feste Gruppe, die nicht nur die Rundgänge gegen das Vergessen organisiert, sondern auch mit anderen Projekten wichtige Impulse für die Erinnerungsarbeit in Trier setzt: Gedenkveranstaltungen zu zum Beispiel der Pogromnacht, Engagement gegen Neonazis, Ausstellungen mit Begleitprogramm, weitere Rundgänge wie „Stolpersteine erzählen“ und „NS-TäterInnen von nebenan“, Vortragsreihen und viele mehr.

In der Veranstaltung geht es um einen kurzen Rückblick auf 30 Jahre Gedenkarbeit, vor allem aber um die Auseinandersetzung mit der Frage: Wozu sollten wir immer noch an die Nazizeit erinnern?

Gesprächspartner sind Dieter Burgard (Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit), Prof. Lutz Raphael (Historiker an der Universität Trier), Dr. Ulrike Winkler (Mitarbeiterin des AGF-Arbeitskreises) und Thomas Zuche (Mitarbeiter und Gründer des Arbeitskreises „Trier im Nationalsozialismus“ der AGF), Moderatorin ist Nicole Mertes vom Südwestrundfunk.

„Im Anschluss an die Diskussion wollen wir mit einem Glas Wein oder Wasser mit den Teilnehmern der Veranstaltung auf unser Jubiläum anstoßen – denn Gedenkarbeit ist angesichts der Verharmlosung der Nazizeit und dem Hass gegen Minderheiten wichtiger denn je“, so Markus Pflüger von der AGF. Rückfragen per Telefon 0651/9941017 oder E-Mail an buero@agf-trier.de