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Gesundheitsamt warnt: Keime im Ruwerer Trinkwasser

Trier-Ruwer. Anwohner in Trier-Ruwer müssen seit gestern ihr Trinkwasser abkochen, weil darin gesundheitsschädliche Bakterien gefunden wurden. Ursache für die Keime im Wasser ist vermutlich ein Rohrbruch nahe der Grundschule.

Trier-Ruwer. Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr haben gestern Morgen die Bewohner in Trier-Ruwer aufgeschreckt. Per Megafon forderten Wehrleute und Mitarbeiter des Wasserwerks Ruwer die Anwohner auf, ihr Trinkwasser abzukochen. Das Gesundheitsamt Trier habe ein entsprechendes Gebot erlassen, weil das Trinkwasser im Stadtteil bakteriell verunreinigt sei.
Dies sei eine "vorsorgliche Empfehlung", teilte das Gesundheitsamt mit. Die Trierer Stadtwerke hätten bei einer Routineuntersuchung im Stadtteil Ruwer Kolibakterien im Trinkwasser festgestellt. Es handele sich aber um "sehr geringe Mengen, die bei gesunden Menschen nicht zu Beschwerden führen sollten", betonte Thomas Müller, Sprecher der Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Bei Menschen mit Vorerkrankungen seien "Beeinträchtigungen wie Durchfall oder Magenbeschwerden" möglich.
Die Ursache für die Verunreinigung ist bereits gefunden. Laut Bernhard Busch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer, sind die Bakterien aufgrund eines Wasserrohrbruchs in der Longkampstraße nahe der Ruwerer Grundschule ins Leitungsnetz gelangt. Die VG-Werke Ruwer sind für die Trinkwasserversorgung in Trier-Ruwer zuständig. Laut Busch handelt es sich um ein Problem, das ausschließlich das Ortsnetz in Ruwer betrifft. Das Wasser im Hochbehälter, der auch Eitelsbach versorge, sei "völlig in Ordnung".
Mitarbeiter der Werke hätten das Leitungsnetz in Ruwer bereits mehrfach durchgespült, der Schade sei mittlerweile behoben, erklärte der VG-Bürgermeister. Das Wasser werde in den nächsten drei Tagen täglich von den Stadtwerken Trier geprüft. Sobald das Wasser restlos keimfrei sei, werde auch das Abkochgebot wieder aufgehoben. cweb