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Weltkulturerbe
Große Multimedia-Reportage: Trier feiert als „Rom des Nordens“ 30 Jahre Unesco-Welterbe

FOTO: Mechthild Schneiders
Trier. Trier hat Grund zu feiern: Seit 30 Jahren besitzen neun Bauwerke aus der Römerzeit den Status des Unesco-Weltkulturerbes. Ab heute startet die große Festwoche in Trier. Die Redaktion von volksfreund.de nutzt diese Gelegenheit, um noch einmal alle Bauwerke in einer großen Multimedia-Reportage mit Fotos, Texten und Videos vorzustellen: Mit dabei sind auch ganz bestimmt einige Kuriositäten, die selbst die Trierer nicht kennen dürften.

In keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele Unesco-Welterbestätten wie in Trier: "Insgesamt neun Bauwerke mit solch einem Status — das ist bundesweit einzigartig", sagte der Direktor des Rheinischen Landesmuseums, Marcus Reuter, am Montag in Trier. Genau 30 Jahre ist es her, dass die Bauten in die Unesco-Liste aufgenommen wurden.

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Dieses Jubiläum wird bis 3. Dezember in einer "Welterbewoche" mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert.
Im November 1986 wurden die sieben Römerbauten Porta Nigra, Amphitheater, Kaiserthermen, Barbarathermen, Konstantin-Basilika, Römerbrücke und Igeler Säule sowie aus nachrömischer Zeit der Dom St. Peter und die Liebfrauenkirche zum Unesco-Welterbe erklärt. "Dass wir so früh dabei waren, erfüllt uns mit Stolz", sagte Reuter.

Trier werde zu Recht auch als "Rom des Nordens" bezeichnet. So viele antike Baudenkmäler in dieser Qualität finde man in Mitteleuropa kein zweites Mal, sagte Reuter. Trier wurde um 17 vor Christus als "Augusta Treverorum" gegründet.

Das Land Rheinland-Pfalz steckt viel Geld in den Erhalt des antiken Erbes in der alten Römerstadt. In der nächsten Dekade sollen mindestens 20 Millionen Euro für Sanierungen und Restaurierungen investiert werden, wie das Land im Juni 2015 angekündigt hatte.

GESCHICHTEN RUND UM DAS WELTKULTURERBE IN TRIER

An der Römerbrücke hat der Trierer Wilfried Knickrehm Tausende Münzen gefunden, und seine Leidenschaft für römische Geschichte entdeckt.
An der Römerbrücke hat der Trierer Wilfried Knickrehm Tausende Münzen gefunden, und seine Leidenschaft für römische Geschichte entdeckt. FOTO: Katharina de Mos
Das Wahrzeichen Triers: Die Porta Nigra ist nicht nur das liebste Bauwerk der Trierer, sie ist auch das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Erbaut wurde es im Jahr 180 n. Chr. aus 7200 Steinquadern, die zunächst nicht schwarz waren. Die Farbe, die dem Tor schließlich seinen Namen verliehen hat, entstand erst durch die Verwitterung. Im Mittelalter wurde das Stadttor zur Doppelkirche umgebaut. Heute dient es Touristen als Info-Zentrum zur römischen Stadt.
Das Wahrzeichen Triers: Die Porta Nigra ist nicht nur das liebste Bauwerk der Trierer, sie ist auch das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Erbaut wurde es im Jahr 180 n. Chr. aus 7200 Steinquadern, die zunächst nicht schwarz waren. Die Farbe, die dem Tor schließlich seinen Namen verliehen hat, entstand erst durch die Verwitterung. Im Mittelalter wurde das Stadttor zur Doppelkirche umgebaut. Heute dient es Touristen als Info-Zentrum zur römischen Stadt. FOTO: Roland Morgen/Archiv