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Diskussion
Heftige Kritik an Trierer Marx-Statue (Video)

FOTO: Harald Tittel / dpa
Trier. Bei einer Diskussion ist am Montagabend in der Trierer Kunstakademie über die geplante, von China geschenkte Karl-Marx-Statue in Trier, heftige Kritik an der Stadt Trier geübt worden. Von Bernd Wientjes

Der brandenburgischen CDU-Landtagsabgeordneter Dieter Dombrowski, Vorsitzender der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, sagte, er schäme sich, dass der Trierer Stadtrat für das Geschenk gestimmt habe. Marx sei ein Antisemit gewesen. Unter dem Deckmantel des Marxismus seien Millionen Menschen gestorben, sagte Dombrowski. Auch sei die Ideologie von Marx in sozialistischen Ländern nicht missverstanden worden, der in Trier geborene Philosoph habe mit dem Kapital die Anleitung für Diktaturen geschrieben.

FOTO: Bernd Wientjes / TV

Die Entscheidung für die Statue sei Vielen übel aufgestoßen, kritisierte Hubertus Knabe, Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Diese hat die Veranstaltung in Trier organisiert. Laut Knabe durfte sich die städtische Kunstakademie nicht daran beteiligen, sondern nur den Raum für die Diskussion zur Verfügung stellen.

Der Trierer Baudezernent Andreas Ludwig verteidigte das Aufstellen der Statue. Er verwies auf den mehrheitlichen Stadtratsbeschluss. Es sei eine Pflicht, sich mit Marx auseinanderzusetzen.

Rund 100 Zuhörer verfolgen die Diskussion zur Marx-Statue in der Trierer Kunstakademie. CDU-Landeschefin Julia Klöckner warnte per Video-Botschaft, Marx zu verklären, man müsse sich kritisch mit ihm auseinandersetzen. Mehr zur Diskussion lesen Sie hier!

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