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Hochzeitsmesse lockt 800 Besucher in die Orangerie

Model Stefanie Rohne präsentiert Hochzeitsmode. Im Hintergrund ein Studebaker aus dem Jahr 1928. Er kann mit einem Chauffeur gemietet werden.
Model Stefanie Rohne präsentiert Hochzeitsmode. Im Hintergrund ein Studebaker aus dem Jahr 1928. Er kann mit einem Chauffeur gemietet werden. FOTO: Clemens Sarholz
Trier. Zwischen Hochzeitskleidern in der Orangerie am Nells Park stehen junge Frauen und fühlen den Stoff der Brautmode. „Tüll oder Satin – was würdest du nehmen?

“  Nebenan berät ein junger Mann mit strenger Ernsthaftigkeit. „Es geht um deine Hochzeit“, sagt er.

Ja, es geht um die Hochzeit auf der vom Trierischen Volksfreund präsentierten Messe. Um nichts anderes, als um den hoffentlich schönsten Tag im Leben eines Liebespaares. Band oder DJ? Wie steht es um die richtige Deko? Welche Location? Diese Fragen zu beantworten, hat sich Michael Zander von der Agentur Mizando auf die Fahne geschrieben. Er leitet die Modemesse. „Unter anderem unterstützen wir auch bei Anträgen. Dann lassen wir uns was einfallen, dass das Timing, die Art und Weise und auch das Ambiente stimmen.“ Zander ist zufrieden.

Edouard Olszeweski ist ein Fotograf, der sein Portfolio auf der Messe ausstellt. „Ich komme eigentlich aus der Modefotografie“, sagt er, „und ich versuche so gut wie möglich, die Ästhetik der Modefotografie, auch bei den Hochzeiten umzusetzen.“

Eine junge Frau präsentiert Margreth Eiden-Göttens Brautmode. Mit feiner Spitze und Tüll ist das Kleid verziert, mit einem Blumenkranz aus Wald und Wiesenblumen das Model. Eiden-Götten ist Modedesignerin, die an der Hochschule Trier studiert hat. „Ich fange die Persönlichkeit der Braut ein. Wenn man zu mir ins Geschäft kommt, trinken wir erst mal einen Kaffee und lernen uns kennen.“ Daraufhin malt sie einen Entwurf und wenn der von der Braut abgesegnet wird, wird das Kleid geschneidert. Damit sei aber noch nicht die letzte Hürde genommen. Die Braut müsse das Kleid bei ihr anprobieren und dann eine Nacht drüber schlafen. „Erst wenn sie am nächsten Tag wiederkommt und immer noch begeistert ist, habe ich meine Arbeit richtig gemacht.“

Von Margreth Eiden-Götten wird sich auch Christin Fleck ein Kleid schneidern lassen. „Im Januar kann ich es anprobieren“, sagt sie. „Der Entwurf hat mir sofort gefallen.“ Ihr Mann Stefan Fleck ist auch schon fündig geworden. Er habe sich einen Anzug für die kirchliche Trauung im nächsten Juni ausgesucht.

Sie feiern in der Burg in Bernkastel-Kues, und damit alles stimmt, denken sie jetzt noch daran, sich einen Oldtimer mit Chauffeur zu mieten. „So eine Hochzeit ist schon recht teuer.“ Sind sie sich einig. Im Detail wollen sie darüber lieber nicht sprechen. Aber man sei schnell jenseits der 10 000 Euro angelangt. Aber nur um Geld sollte es in der Liebe ja nicht gehen.