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IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Forderungen, Frechheiten und Drohungen" (TV vom 12. Mai):

Mit der Überschrift "Sachlich bleiben!" versah Frank Göbel einen Kommentar zu seinem eigenen Artikel. Gegenstand der Betrachtungen war eine Ortsbeiratssitzung in Mariahof, bei der noch einmal kontrovers über den geplanten Bau mehrerer neuer Gebäude zur vorzugsweisen Aufnahme von Flüchtlingen diskutiert wurde. Wenn man nur den Kommentar betrachtet, entsteht der Eindruck, die Kritiker des geplanten Baus würden nicht nur bezahlbaren neuen Wohnraum ablehnen, nein, vor allem würden sie sich gegen den Zuzug von Flüchtlingen sperren. Schlimm, wenn das zuträfe! Tut es aber nicht, und so muss man dem Autor leider seine eigene Maxime "Sachlich bleiben!" ins Stammbuch schreiben. Es ging vor allem um eine Petition, die von mehr als 600 Bürgern unterschrieben worden war und darauf abzielt, den Standort der neuen Gebäude noch einmal zu überdenken und nicht am Ortsrand in unmittelbarer Nähe des denkmalgeschützten Gutshofes Mariahof zu wählen. Das geht aus dem Artikel so überhaupt nicht hervor. Erst darauf Bezug nehmend hatte die Wählergruppe Lehmann ihren Antrag auf Rücknahme des Baubeschlusses gestellt. Dass einige Zuschauer, so auch meine Frau und ich, die Veranstaltung vor deren Ende "demonstrativ … verließen", wie es zu Beginn des Artikels so treffend formuliert wurde, hatte seinen Grund eher in den lautstarken und unsachlichen Ausbrüchen eines doch arrivierten Stadtratsmitgliedes, das keinerlei nachträgliche Kritik an der erfolgten Entscheidung dulden wollte. "Sachlich bleiben!", wäre auch hier meine Empfehlung gewesen. Dr. Tino Schatz, Trier