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Kultur
Illuminale 2018: Historische Stätten in neuem Licht








Trier brennt: Schüler der Integrierten Gesamtschule Trier testen vor der Illuminale, wie ihre Sketche mit Feuer bei den Menschen in Triers Fußgängerzone ankommen.
Trier brennt: Schüler der Integrierten Gesamtschule Trier testen vor der Illuminale, wie ihre Sketche mit Feuer bei den Menschen in Triers Fußgängerzone ankommen. FOTO: Lukas Sanwald
Trier. An zwei Tagen präsentiert sich in diesem Jahr die Illuminale. Besucher können sich auf eine Lichtshow an geschichtsträchtigen Orten freuen.

Obwohl die Illuminale diesen September zum achten Mal stattfindet – dieses Mal soll alles völlig neu sein. Erstmals findet die Lichtschau an zwei Tagen statt – am 28. und 29. September. Auch die Veranstaltungsorte sind mit den Kaiserthermen, dem angrenzenden Palastgarten und dem Kurfürstlichen Palais teilweise neu.

Für Fabian Lasarzik, künstlerischer Leiter der Illuminale, ist es wichtig, dass „die Menschen eingebunden sind und die Kunst erleben können, anstatt nur staunend daneben zu stehen“. So können sich die Besucher an den beiden Abenden durch ein Netz aus Laserstrahlen bewegen, die durch Nebel sichtbar gemacht werden. Der Laser als modernste Lichtform soll den Bezug zur technisierten Gegenwart darstellen. Den Bogen zur Vergangenheit schlägt Lasarzik mit dem Feuer: „Es ist die archaischste Form des Lichts und war elementar für die Entwicklung der Menschheit. Es war Voraussetzung für die Industrialisierung.“

Einer der Feuerkünstler, die bei der Illuminale auftreten, ist Kain Karawahn aus Berlin. Er hat in einer Projektwoche 14 Schülern der elften Klasse der Integrierten Gesamtschule Trier den verantwortungsvollen Umgang mit Feuer vermittelt. Der Funke ist im wahrsten Sinne des Wortes übergesprungen auf die Schüler: Sie haben in dieser Zeit ein „brennendes Schauspiel“ vorbereitet, welches auf der Illuminale zu bestaunen sein wird. Er habe die Erfahrung gemacht, dass Feuer die Menschen zusammenbringt, so Karawahn. Dies sei auch bei den Schülern so gewesen.

Neben den Feuerkunstwerken der Schüler der Integrierten Gesamtschule wird es noch 13 weitere Kunstprojekte zu sehen geben, neben vielen international profilierten Künstlern auch von Studenten der Hochschule Trier. Für musikalische Untermalung sorgen mehrere Tonkünstler. Thomas Schmitt, Kulturdezernent der Stadt Trier, verspricht: „Alle Sinne werden mitgenommen auf eine Reise durch Raum und Zeit.“

Mit der Energie des Feuers seien Eisen geschmolzen, Lehm gehärtet und die Thermen geheizt worden. „Bei der Illuminale wird das Areal zwischen Kurfürstlichem Palais und Kaiserthermen dank Feuer, Licht und Laser zu neuem Leben erweckt.“

Marcus Reuter, Direktor des Rheinischen Landesmuseums und Hausherr der Kaiserthermen, freut sich schon jetzt auf das Lichtspektakel: „Es gibt keinen besseren Ort dafür als die Kaiserthermen. Besonders spannend dürfte das Erlebnis in den unterirdischen Gängen werden.“

Der Eintritt in die Kaiserthermen kostet an beiden Abenden (19 bis 24 Uhr) für Erwachsene vier Euro, im Palastgarten ist der Eintritt frei. Tickets unter
www.ticket.volksfreund.de