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Immer mehr Väter brauchen Hilfe

Wenn der Alltag zur Belastung wird, können psychische und körperliche Krankheiten auftreten. Besonders betroffen sind Mütter und Väter, deren Belastungen sich auch auf die Kinder auswirken können. Seit 60 Jahren bietet das Müttergenesungswerk Auswege für Mütter und Väter.

Trier. (sthi) Kindergarten, Beruf, Arzttermine - bei Mutter und Vater kommt vieles zusammen. Dauer-Stress statt Zeit zur Entspannung. Laut Caritas erkranken in Deutschland immer mehr Mütter und Väter, weil sie überfordert werden. Dabei können körperliche und psychische Erkrankungen entstehen. Seit 60 Jahren verfolgt das Müttergenesungswerk das Ziel, Müttern und Vätern bei der Heilung dieser Krankheiten zu helfen.

Zum Jubiläum fand in der Dominformation eine Podiumsdiskussion mit Landesministerin Malu Dreyer statt. Veranstaltet wurde sie von der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung e.V. (KAG) in Kooperation mit der Katholischen Arbeitsgemeinschaft der Diözese Trier. "Die Zahl der psychischen Erkrankungen steigt", sagte Beate Born, Bundesvorsitzende der KAG. Zudem würden immer mehr Männer die Hilfe des Müttergenesungswerks in Anspruch nehmen. Für Malu Dreyer sei vor allem der "immense Druck für junge Mütter" eine Hauptlast, die zu Erkrankungen führen könne.

Kuren sollen den Betroffen helfen. Dort tauschen sich Mütter oder Väter aus, finden Abstand zum Alltag und erhalten medizinische Betreuung.

"Mir hat die psychische Betreuung sehr geholfen", sagte Kornelia Finkelgruen, Teilnehmerin einer Kur. Im Anschluss an die Kur findet eine Nachversorgung durch die Caritas statt. Es gibt also Auswege aus dem Alltagsstress. Dadurch lassen sich Krankheiten der Kinder vermeiden, die laut Müttergenesungswerk mit den Eltern leiden.