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Ingenieure treffen sich nach 60 Jahren

Die ehemaligen Studenten erfahren 60 Jahre nach ihrem Studium alles über das heutige Ingenieurwesen an der Hochschule Trier. TV-Foto: Brian Auersbach
Die ehemaligen Studenten erfahren 60 Jahre nach ihrem Studium alles über das heutige Ingenieurwesen an der Hochschule Trier. TV-Foto: Brian Auersbach
Trier. Die gemeinsame Ausbildung schweißt zusammen: 60 Jahre nach ihrem Abschluss in Trier hat eine Gruppe von Bauingenieuren in Erinnerungen geschwelgt. Professoren der Hochschule Trier präsentieren der Gruppe die aktuelle Studiensituation.

Trier. Nach ihrem Examen 1954 nahmen sich 61 Absolventen des Hoch- und Tiefbausemesters der staatlichen Ingenieurschule für Bauwesen in Trier fest vor, den Kontakt beizubehalten und sich in regelmäßigen Abständen zu treffen. 60 Jahre später finden sich 18 von ihnen an ihrer Ausbildungsstätte wieder zusammen - der heutigen Hochschule Trier.
Begrüßt wird die Gruppe im Alter von 82 bis 87 Jahren durch den Leiter der Hochschulverwaltung, Jürgen Strupp. Die gestandenen Bauingenieure erfahren alles über das aktuelle Studium und die Situation der Studierenden. Dabei fällt auf, dass sich seit 1954 viel verändert hat. Heinrich Schüssler, Jahrgang 1932, sagt: "Es sind kaum noch Parallelen zu erkennen." Insbesondere die Umstellung vom Diplom zum Bachelor-Master-System ist für die Rentner etwas Neues.
"Früher hatten wir einen Rechenschieber und einen Wendehorst. Ohne Technik und Google. Es gab auch noch Zeiten, da wurde in der Vorlesung geraucht und gestrickt", sagt Schüssler. Stolz fügt er hinzu: "Wir wurden in einen schönen Beruf entlassen." Positiv nehmen die Besucher den Praxisbezug in den modernen Studiengängen auf. Die Forschungsarbeiten zu aktuellen Bauprojekten wie zum Beispiel dem Hochmoselübergang faszinieren die Ingenieure. "Was die Studenten für Möglichkeiten haben, ist beeindruckend", sagt Schüssler.
Aus allen Teilen Deutschlands reisen die Absolventen an, um sich regelmäßig zu treffen. Die Veranstaltungsorte wechseln dabei, auch bei einem Ehemaligen in Erlangen trafen sich die Teilnehmer schon. Für den 60. Jahrestag war man sich sofort einig: "Wir treffen uns dort, wo alles begann."
Heinrich Schüssler spricht gerne über die alten Zeiten. Als international tätiger Ingenieur und Träger des Bundesverdienstkreuzes hat er aber auch viel zu erzählen. Seinen besonderen Dank sprach er dem gastgebenden Professor Henning Lungershausen aus.
Über den Zusammenhalt der Absolventen sagt er: "Die Freundschaften wurden nicht nur gehalten, sondern intensiviert. Wir sind alle wie eine Familie." brau