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Jobcenter im Trierer Westen angekommen

Der Eingang des Jobcenters am neuen Standort in der Gneisenaustraße. Noch ist das Treppengeländer des behindertengerechten Zugangs nicht fertig, doch die letzten Arbeiten schreiten schnell voran. TV-Foto: Barbara Cunietti
Der Eingang des Jobcenters am neuen Standort in der Gneisenaustraße. Noch ist das Treppengeländer des behindertengerechten Zugangs nicht fertig, doch die letzten Arbeiten schreiten schnell voran. TV-Foto: Barbara Cunietti
Trier. Frischer Putz für das Jobcenter der Stadt: Seit gestern hat die Einrichtung eine neue Adresse. In der Gneisenaustraße 38 in Trier-West befindet sie sich nun in der ehemaligen Kaserne, die mehr als ein Jahr lang kernsaniert wurde. Barbara Cunietti

Trier. Funken fliegen am Eingang des Jobcenters. Zwei Metallbauer befestigen das Treppengeländer am neuen Standort des Jobcenters in der Gneisenaustraße 38.
Am Montag hat die Einrichtung ihren Betrieb in Trier-West aufgenommen. Noch einige letzte Arbeiten sind zu erledigen. Das Geländer für den behindertengerechten Zugang muss zum Beispiel noch angebracht werden, bisher gibt es dort nur Holzbretter. Oder die Grünfläche vor dem Eingang, die noch gar nicht grün ist, muss noch angelegt werden.
"Doch es funktioniert heute alles schon wie gewohnt", sagt Anneliese Billen, Pressesprecherin und Fachassistentin im Jobcenter. "Der Umzug war sehr gut organisiert."
Sanierung seit Mitte 2011


Nur wenige Tage hat der Umzug selbst gedauert, doch die Sanierungsarbeiten am Gebäude der ehemaligen Kaserne haben bereits Mitte 2011 begonnen. Eine Kernsanierung war notwendig, um das Haus wieder in Form zu bringen und es den Bedürfnissen des Jobcenters anzupassen. Die Stadtverwaltung hatte den Umzug beschlossen, um den Stadtteil Trier-West aufzuwerten. Hier liegt die Arbeitslosenquote bei 9,1 Prozent.
Nun glänzt das weiß verputzte Gebäude neben dem ebenfalls sanierten Haus des Jugendrechtes. Wenige Meter weiter in der Straße steht noch eine Ruine mit bröckelndem Putz. Es ist das dritte Kasernengebäude, dessen Zustand den Aufwand der Sanierung auf den ersten Blick verdeutlicht.
Das Jobcenter verfügt über drei Etagen plus Keller. Im Erdgeschoss befindet sich die Kundentheke, in den oberen Etagen gibt es die Büros der Sachbearbeiter. "Es gibt eine modernere Technik hier", sagt Billen. Dank des neuen Abrufsystems verkürzen sich die Wartezeiten: "Am alten Standort in der Dasbachstraße gab es das nicht", sagt Billen. Dort teilte sich das Jobcenter die Räume mit der Agentur für Arbeit Trier, die dort geblieben ist. "Wir freuen uns sehr darauf, unser neues eigenes Gebäude zu beziehen", sagt Marita Wallrich, Geschäftsführerin.
Dass alles neu ist, merkt man überall: Es riecht leicht chemisch, die Flure und die Büros sind hell beleuchtet, die Wände makellos weiß. Die Beleuchtung wurde durch Bewegungsmelder stromsparend verbessert. "Die ganze Technik funktioniert schon heute reibungslos", sagt Billen. "Die Kunden haben sich ganz schnell orientiert, und wir Mitarbeiter auch."
Die Kaserne wurde im Inneren umgebaut und auf das Jobcenter zugeschnitten. Allerdings steht das Gebäude unter Denkmalschutz, das heißt die Fassade und die Grundmauern mussten erhalten bleiben.
Eine Neuigkeit, auf die Billen sich freut, ist das Mutter-Kind-Zimmer: Ein Büro, in dem eine Mutter oder ein Vater mit dem eigenen Kind arbeiten kann.Extra

Die 90 Mitarbeiter des Jobcenters verfügen über 83 Büros auf drei Etagen. 20 000 Akten werden im Archiv aufbewahrt. Das Jobcenter Stadt Trier (Gneisenaustraße 38) ist für die Stadt zuständig, das heißt für insgesamt rund 3500 Bedarfsgemeinschaften (das können bedürftige Familien oder Alleinstehende sein). Für die Ortschaften des Kreises ist das Jobcenter Trier-Saarburg zuständig, das sich weiterhin in der Dasbachstraße 9 befindet. bc