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Keine Bedenken wegen "des alten Dings"

Viel Platz zum eisigen Rundendrehen hatten in der vergangenen Woche die Besucher wie Luca, Joel und Silke Ewen in der Eislaufhalle. TV-Foto: Gabriela Böhm
Viel Platz zum eisigen Rundendrehen hatten in der vergangenen Woche die Besucher wie Luca, Joel und Silke Ewen in der Eislaufhalle. TV-Foto: Gabriela Böhm
Nach Verstärkungsarbeiten an der Dachkonstruktion in der Trie rer Eislaufhalle ist pünktlich zu den Weihnachtsferien die beliebte Freizeitstätte wieder geöffnet. Die Diskussion um die Stabilität des alten Dachs zeigt Folgen: War es im Vorjahr zur gleichen Zeit noch "rappelvoll", hatten die Besucher in den vergangenen Tagen viel Bewegungsfreiheit auf der Eislauffläche.

Trier-Euren. (gsb) Mit "Riesendrahtseilen", so zeigt Betriebsleiter Wolfgang Kinzig von außen, seien die 24 Dachhallenstützen verstärkt worden. Damit soll die Stabilität der in die Jahre gekommenen Dachkonstruktion erhöht werden. Rechtzeitig vor der Hauptsaison wurden die Arbeiten abgeschlossen und der Betrieb für die Öffentlichkeit wieder aufgenommen. Die "Negativmeldungen" der vergangenen Monate würden jetzt dafür sorgen, dass der momentane Betrieb in der Eislaufhalle nach den Reparaturarbeiten nur "sehr gemächlich" abläuft, sagt Kinzig. "In dieser Zeit stehen die Leute normalerweise Schlange vor der Halle", konstatiert er und spricht von einem enormen wirtschaftlichen Schaden, wenn die Besucher wegblieben.Kinzig glaubt, dass die meisten der vorhandenen Besucher von außerhalb kommen, die die Diskussion um die Dachsicherheit (der TV berichtete mehrmals) nicht so verfolgt hätten. Am Donnerstag war die Zahl der Besucher sehr übersichtlich. Dabei ist der Betriebsleiter von der Sicherheit und Stabilität des Dachs der Eislaufhalle überzeugt. Zudem verweist er auf ein installiertes Windwarngerät: Bei Windstärke acht würde die Halle sofort geräumt werden. Die befragten Besucher haben indes keine sicherheitstechnischen Sorgen. Silke Ewen aus Kordel hat keine Bedenken, mit ihren Kindern Luca und Joel eiszulaufen. Auch ihr Mann Ralf spricht von Vertrauen. "Wenn das Dach wirklich so baufällig ist, sollte man es beheben, sonst hat Trier keine Eislaufhalle mehr."Dass nur wenige Besucher in der Halle ihre Runden drehen, könne auch mit den Umtauschaktionen der Weihnachtsgeschenke zusammenhängen. Einer Mainzerin ist das Eislaufhallen-Problem gänzlich unbekannt, sie freut sich offenkundig auf das eisige Vergnügen. Thomas Fries, dessen Vater an der Gründung der Eislaufhalle beteiligt war, habe "dem alten Ding", wie er augenzwinkernd das rund 30-jährige Dach bezeichnet, indes schon immer getraut. "Wenn die Verantwortlichen die Halle frei geben, habe ich keine Bedenken", sagt er überzeugt. Bis 8. Januar gelten folgende Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 17.30 Uhr, mittwochs zusätzlich von 20 bis 22 Uhr. Silvester 10 bis 15 Uhr, Neujahr 14 Uhr bis 17.30.