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Soziales
„Kinderarmut  kann nur gemeinsam bekämpft werden“

Trier. (red) 120 Frauen und Männer aus der Kinder- und Jugendhilfe haben auf Einladung der Abteilung Jugend im Bistum Trier Maßnahmen gegen Kinderarmut diskutiert.

Am fünften Diözesan­en Tag der Kinder- und Jugendhilfe nahmen nicht nur kirchliche Mandatsträger teil, sondern auch Vertreter aus kommunalen und regionalen Jugendhilfeinstitutionen.
Gastreferentin Gerda Holz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, zeichnete ein düsteres Bild der aktuellen Lage: Nicht nur Erwerbslose, sondern auch Geringverdiener könnten sich einen angemessenen Lebensstandard oft nicht leisten. Die Folge von Armut in der Kindheit und Jugend liege auf der Hand: Sie schränkt die Entwicklungsmöglichkeiten eines jungen Menschen ein. „Armut zu bewältigen ist keine Entwicklungsaufgabe von Kindern und Jugendlichen!“ Eine der erschreckendsten Entwicklungen der letzten Jahre sei die Verfestigung von Armut.

Was können Institutionen tun, um die Folgen von Kinderarmut abzufangen oder vorzubeugen? Die diplomierte Politikwissenschaftlerin lieferte dazu zwei grundlegende Hinweise. Erstens müssten Bedarfe erkannt werden und Betroffene sollten direkt angesprochen werden, zweitens müssten sich Jugendhilfeorganisationen vernetzen, denn Prävention funktioniere nie allein.