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Justiz
Landgericht verurteilt drei junge Räuber

 Symbolfoto: dpa
Symbolfoto: dpa FOTO: Arno Burgi
Trier. Das Landgericht Trier hat drei junge Männer wegen Raubes und schweren Raubes verurteilt, die am Trierer Hauptbahnhof einen Reisenden und in Frankfurt einen weiteren Mann bestohlen haben.
Benedikt Laubert

Einer der Verurteilten verwickelte laut Anklage das Opfer in Trier im Sommer 2018 in ein Gespräch und täuschte vor, Geld für Fahrkarten zu benötigen. Die anderen durchsuchten dabei heimlich das Gepäck des Reisenden nach Wertgegenständen. Der bemerkte das und wehrte sich. Es kam laut Anklage zu einem Handgemenge. Schließlich flüchteten die drei Täter mit einem gestohlenen Handy und einer gestohlenen Powerbank, einem externen Akku für Handys.

Am Frankfurter Mainufer versuchten es zwei der drei Verurteilten laut Anklage einen guten Monat später mit einer ähnlichen Masche. Der 21-jährige Täter bat einen Fremden, sein Handy für einen Anruf nutzen zu dürfen. Er gab es ihm aber nicht zurück sondern sprühte ihm Pfefferspray ins Gesicht. Der 20-jährige Mittäter stahl dem Opfer einen Lautsprecher aus seinem Rucksack.

Zwei der drei jungen Männer waren bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten. Sie wurden zu Freiheitsstrafen zwischen 20 Monaten und fast drei Jahren verurteilt. Ein Täter bekam eine Jugendstrafe von einem Jahr und acht Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird. Eine kurzfristige Anfrage, ob die drei gestanden haben, konnte das Gericht vor dem Wochenende nicht beantworten. Die Verurteilten können die Entscheidung noch anfechten.