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Landgericht verurteilt Trierer Hells-Angels-Mitglieder zu Gefängnisstrafen

Der „Hells Angel“ hat sich auf Mallorca gestellt. Foto: Ronald Wittek/Archiv
Der „Hells Angel“ hat sich auf Mallorca gestellt. Foto: Ronald Wittek/Archiv
Trier. Zwei Mitglieder der Hells Angels sind vom Landgericht Trier zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Das Gericht befand sie des Drogenhandels sowie zum Teil der gefährlichen Körperverletzung für schuldig. Unterdessen hat das Land Schleswig-Holstein die Hells Angels in Kiel verboten.

Zwei Mal Gefängnisstrafen für Mitglieder der Rockerband Hells Angels: Das Landgericht Trier hat zwei Männer zu fünf Jahren beziehungsweise fünf Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Die Strafkammer befand die Angeklaten für schuldig, mit Drogen gehandelt zu haben. Einer der Angeklagten, ein 48-Jähriger, habe sich zudem der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht sowie des unerlaubten Besitzes von verbotenen Gegenständen. Er hat zudem wie sein 41 Jahre alter Komplize nach Auffassung des Gerichts zudem in jeweils fünf Fällen mit Drogen gehandelt.

Das Gericht ordnete an, dass die beiden Verurteilten zudem in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden müssen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ein weiterer Angeklagter war bereits Anfang Januar zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

Unterdessen hat Schleswig-Holstein die "Hells Angels" in Kiel verboten. Zeitgleich durchsuchte die Polizei am Dienstag Wohnungen von Funktionsträgern des Vereins sowie des Treffpunktes der Rockergruppe in der Landeshauptstadt. Die Verbotsverfügungen seien den 25 - überwiegend in Kiel wohnenden - Vereinsmitgliedern zugestellt worden, teilte das Innenministerium am Dienstag mit.

Der Verein "Hells Angels" in Kiel verfolge das Ziel, Gebiets- und Machtansprüche auf dem kriminellen Sektor gegenüber verfeindeten Rocker-Organisationen wie den "Bandidos" und den "Mongols" durchzusetzen. Auf das Konto des Vereins gingen Gewalttaten, unerlaubter Waffenbesitz, Straftaten im Zusammenhang mit der Prostitution und dem Betäubungsmittelgesetz, begründete Innenminister Klaus Schlie (CDU) das Verbot.

Nach dem Verbot der "Hells Angels" Flensburg und der "Bandidos" Neumünster im April 2010 ist dies das dritte Vereinsverbot im Kampf gegen Rockerkriminalität. red/dpa