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Verkehr
Parken in Trier: Die Stretchlimo darf das

Vor dem Metropolis parkt die Stretch-Limousine des Clubs.
Vor dem Metropolis parkt die Stretch-Limousine des Clubs. FOTO: Friedemann Vetter / TV
Trier. Vor der Diskothek Metropolis sorgen zwei XXL-Autos für Aufsehen. Abgeschleppt werden sie aber nicht. Der TV hat nachgehakt. Von Christiane Wolff
Christiane Wolff

Mehr Knöllchen, öfter abschleppen: Die Stadtverwaltung hat angekündigt, künftig rigoroser gegen Falschparker vorgehen zu wollen. Wer denkt, für die etwa acht Meter lange Limousine vor der Diskothek Metropolis in der Hindenburgstraße hätte nun bald das letzte Parkstündchen geschlagen, täuscht sich allerdings.

Denn die Stellfläche ist Privatgelände und gehört damit nicht zum öffentlichen Straßenraum, für den die städtische Parkordnung gilt. Zudem würden die Passanten auf dem nebendran verlaufenden Gehweg nicht behindert, teilt die Stadtverwaltung auf TV-Nachfrage mit.

Die Stretchlimo darf dort also völlig legal rumstehen und für den Club dahinter werben.

Ein bisschen tricksen dessen Inhaber damit die Webesatzung der Stadt und andere Bauvorschriften aus: Denn das ehemalige Kino der französischen Besatzungskräfte ist denkmalgeschützt. Grelle Reklame oder Schriftzüge dürfen an dem Gebäude nicht angebracht werden.

Das soll stattdessen der markige Schriftzug auf der Stretchlimo übernehmen. „Ja, wir nutzen die Limousine als Werbefläche“, bestätigt der Trierer Attila Gülgen, Inhaber des Metropolis. „Ich sehe da auch gar kein Problem – auch auf Taxis und Bussen, die in der Stadt unterwegs sind, kleben schließlich große Werbeschriftzüge“, sagt Gülgen, der auch die Bar Havanna am Viehmarkt betreibt. Die weiße Limousine, ebenfalls acht Meter lang, die bis vor kurzem ebenfalls vor dem Metropolis abgestellt war, parkt mittlerweile übrigens auf dem Parkplatz im Hinterhof der Disco. Für beide Riesengefährte reichte der Platz vor der Fassade dann doch nicht ganz aus.

Bislang dienen die Stretchlimos als bloße Werbeträger: „Für Fahrten nutzen wir die Autos derzeit noch nicht“, bestätigt Gülgen. Im nächsten Jahr soll sich das allerdings ändern. „Dann können die Limousinen gebucht werden, etwa für Hochzeiten, Junggesellenabschiede, Abifeiern oder Geburtstage“, sagt Inhaber Gülgen.