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Machen statt meckern

Wollen etwas bewegen und nehmen Bürgerpartizipation ernst: Karl-Heinz Schmitt, Jutta Steffes, Werner Schäfer, Elisabeth Wolff, Rebecca Main, Eva Schnabel, Hans-Peter Kuhnen und Christine Lutgen (von links). TV-Foto: Alexander Fischbach
Wollen etwas bewegen und nehmen Bürgerpartizipation ernst: Karl-Heinz Schmitt, Jutta Steffes, Werner Schäfer, Elisabeth Wolff, Rebecca Main, Eva Schnabel, Hans-Peter Kuhnen und Christine Lutgen (von links). TV-Foto: Alexander Fischbach
Der im November 2006 gegründete Verein "Mittendrin e.V." möchte sich gemeinsam mit den Bewohnern der Innenstadt und des Gartenfeldes für eine Verbesserung ihres Lebensumfeldes einsetzen. Wichtige Themen dabei sind Grünflächenplanung; Straßenverkehr, Einkaufen und das Miteinander der Generationen.

Trier-Mitte/Gartenfeld. (fis) "Die Vereinsgründung ist eigentlich ein Kind der Zukunftskonferenz für Trier-Mitte und Gartenfeld vom letzten November", sagt Werner Schäfer, Vorstandsmitglied vom Verein "Mittendrin". Damals erarbeiteten Arbeitsgruppen von Bürgern unter der Federführung des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik die Grundlagen für ein Bürgergutachten. Auf diese Weise sollen Wünsche und Anregungen der Bewohner dieses Ortsbezirkes besser in die weitere Stadtplanung eingearbeitet werden können. Teilnehmer dieser Arbeitsgruppen bilden nun den Kern des Vereins, der inzwischen etwa 30 Aktive umfasst. Innenstadt soll besser erreichbar sein

Es gehe aber nicht darum, nur den Finger auf wunde Punkte zu legen, so Schäfer weiter, vielmehr möchte der Verein zusammen mit den Verantwortlichen der Verwaltung Konzepte erarbeiten. Dazu gehören die Erreichbarkeit der Innenstadt verbessern, mehr Grünflächen schaffen oder das Moselufer an die Innenstadt anbinden. Weitere Punkte sind die Sanierung und der Erhalt von Kinderspielplätzen und die Einrichtung von Begegnungsstätten für Bürger. Für einige Vereinsmitglieder ist der Ortsbezirk Mitte/Gartenfeld ein "problematischer Stadtteil". Die Gründe: Er besteht aus der historischen Innenstadt, die Wohnbebauung geht bis zur Mosel hinunter, außerdem sind Handel und Gastronomie im Bezirk Gartenfeld Mangelware. Während im Stadtteil zahlreiche Familien mit Kindern leben, finden in der Innenstadt Gastronomie, Einzelhandel und Tourismus ihren Platz. Weiter in Richtung Fluss sind zahlreiche Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen angesiedelt, genauso wohnen hier aber zahlreiche junge Leute ohne Kinder.Ärgernis Verkehrsaufkommen

In Gartenfeld bereitet die Verkehrszunahme gerade Familien Sorgen, besonders da Wege zur Schule und zum Kindergarten von erhöhtem Verkehrsaufkommen durch Pendler betroffen sind, die Staus auf dem Alleenring zu umgehen suchen. Dazu kommt, dass die Berg- und Schützenstraße als Abkürzungen zu den neu erschlossenen Baugebieten auf dem Petrisberg genutzt werden. Jutta Steffes, ebenfalls Mitglied bei "Mittendrin", wünscht sich, dass in zukünftigen Planungen "alle gemäß ihres Alters berücksichtigt werden". Deswegen hält sie eine noch breitere Mitgliederbasis für erstrebenswert.Der Verein hat in näherer Zukunft Gespräche mit Vertretern des Einzelhandels geplant. Am 25. August wird sich "Mittendrin" mit einem Fest an der Kreuzung Schellenmauer/Mustorstraße im Hof eines ansässigen Gewerbetriebes interessierten Bürgern vorstellen. Eine andere Möglichkeit, den Verein kennenzulernen, besteht jeden ersten Mittwoch im Monat in der Gaststätte "Unner uns" in der Gartenfeldstraße 17 um 20 Uhr.