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Mäntel, Mäntel, Mäntel für Kunden, Kunden, Kunden: Tausende am Sonntag unterwegs in der Trierer City

Strahlend schöner Herbsttag, massenweise Betrieb: Ein Blick in die Trierer Fußgängerzone am Sonntagnachmittag.
Strahlend schöner Herbsttag, massenweise Betrieb: Ein Blick in die Trierer Fußgängerzone am Sonntagnachmittag. FOTO: Katja Bernardy
Trier.. Welchen Mantel trägt Mann im Winter, welchen Frau? Trierer Kunden bevorzugen Parkas und Mäntel in Trendfarben. Das zeigte sich gestern am Mantelsonntag – dem am besten besuchten unter den verkaufsoffenen Sonntagen. Katja Bernardy

Sie hängen zu Hunderten in den Geschäften: Mäntel in sanftem Rosé, in Tiefblau und Khaki, aus Wolle, gefüllt mit Daunen oder aus Leder. Manche sehen aus, als habe man sich in die Sofadecke gehüllt. Die Geschmäcker sind verschieden, aber es gibt Trends: "Parkas sind in diesem Jahr sehr gefragt", sagen die beiden Karstadt-Mitarbeiterinnen Iris Kirsten und Bianca Becker.

Parkas sind der Renner

So wie auch karierte Flanellhemden, Röcke, Kleider und Blusen aus Jeans. Dass Parkas der Renner unter Trierer Kunden sind, sieht auch Georgia Vasilou in der Tom-Tailor-Filiale in der Trier-Galerie so. Vor allem Berry-Töne, von Alt-Rosé bis Bordeaux, seien sehr beliebt. Ein paar Meter weiter berät Galina Momcilovic Kunden in der sOliver-Fili
le. "Viele Kunden stöbern, gekauft wird aber wenig", sagt sie. Sie glaubt, das eher zögerliche Kaufverhalten sei dem schönen Herbstwetter geschuldet.
Die Terrassen sind proppenvoll, an den Eisdielen stehen Menschen schlange, über Triers Hauptmarkt hängt ein azurblauer Himmel. Dennoch klingeln auch die Kassen: Silke Schmidt aus Betteldorf bei Daun hat die zum Mantel passenden Winterstiefel gekauft, Leonie Schmidt schon erste Weihnachtsgeschenke.
Henris Eltern haben dem eineinhalb Jahre alten Blondschopf aus Hetzerath eine kuschelige Winterjacke besorgt. Und Sandra und Anna Latz aus Fell nutzen den verkaufsoffenen Sonntag zum Mutter-Tochter-Shopping-Tag.
Auch Benno Skubsch, Centermanager der Trier Galerie und Vorstandsmitglied der Trierer City Initiative, die den Mantelsonntag organisiert, ist privat im Getümmel unterwegs. "Auch ich muss einkaufen", scherzt er. Seine Beute: ein wärmender Pullover in Grün.

Für Gerd Guillaume, Inhaber der beiden gleichnamigen Textilgeschäfte in der City und Vorsitzender der City Initiative, ist der Mantelsonntag hingegen ein Arbeitstag. "Der Mantelsonntag ist der am meisten frequentierte verkaufsoffene Sonntag", resümiert er am Nachmittag, während Kunden nach Winterkleidung in seinem Modegeschäft in der Fleischstraße Ausschau halten. Das schöne Herbstwetter und vor allem der Mix aus inhabergeführten Geschäften und Filialisten seien für viele Kunden anziehend, sagt Guilaumme.
Derweil berät auch Denise Jelitte vom Esprit-Store in der Brotstraße Kunden: Eine Kundin hat sich für einen Mantel in Schwarz entschieden. Klassiker gehen eben immer.

Haben schon Beute gemacht: Silke Schmidt, Leonie Schmidt und Christine Meiser aus Betteldorf bei Daun.
Haben schon Beute gemacht: Silke Schmidt, Leonie Schmidt und Christine Meiser aus Betteldorf bei Daun. FOTO: Katja Bernardy
Mäntel, Mäntel, Mäntel: Denise Jelitte vom Esprit-Store in der Brotstraße zeigt, was in diesem Winter in ist.
Mäntel, Mäntel, Mäntel: Denise Jelitte vom Esprit-Store in der Brotstraße zeigt, was in diesem Winter in ist. FOTO: Katja Bernardy