| 21:35 Uhr

Mal futuristisch, mal traditionell

„About Space“ hieß die Kollektion von Antje Selzer, die futuristisch daherkam. TV-Foto: Mandy Radics
„About Space“ hieß die Kollektion von Antje Selzer, die futuristisch daherkam. TV-Foto: Mandy Radics
Kreative Mode und ein tolles Unterhaltungskonzept präsentierten die Fachhochschul-Diplomanden des Fachbereichs Modedesign am Samstag. Das kreative Design-Ereignis mit dem Namen "plug&play" stieg im alten Schlachthaus auf dem Gelände des Kulturforums Nord.

Trier. (MRA) Jedes Jahr präsentieren die Fachhochschul-Diplomanden des Fachbereichs Modedesign dem Trierer Publikum ihre Abschlusskollektionen. Und immer wieder gelingt es ihnen, die Zuschauer mit einer außergewöhnlichen Location und einer vielfältigen Modenschau zu überraschen - so auch in diesem Jahr. Das Design-Ereignis namens "plug&play" fand am Samstag im alten Schlachthaus des Kulturforums Nord statt, das durch die geradlinige Fabrikatmosphäre und großzügige Räumlichkeiten besticht.

"Wir wollten diesmal ein ganzheitliches Konzept, wo alles unter einem Dach stattfinden kann. Die Location gefällt uns deshalb gut", sagte Petra Kneile, Organisatorin und Diplomandin. Die Zuschauer konnten deshalb nicht nur einen Blick in die Zeichenarbeiten der Diplomanden werfen, sie konnten auch Unikate wie Schmuck, T-Shirts und vieles mehr erwerben. Eine chillige Lounge und die Aftershowparty nach den diesmal zwei Schauen machten das Event perfekt.

Im Fokus des Abends standen jedoch die neun Diplomanden-Kollektionen, die auf dem doppelseitigen Laufsteg präsentiert wurden. "About Space" hießen die Kreationen von Antje Selzer, die eine "Hommage an die zeitgenössische und zukünftige Architektur" waren. Ihre Models muteten futuristisch an mit ihren kurvigen, angesetzten Formen in Silber- und Gold-Tönen, die klar an moderne Bauwerke erinnerten.

Mit avantgardistischen Roben in die Welt des Schnees



Ganz anders sahen dagegen Linda Förstners Arbeiten mit dem Titel "A Tribute To The Jungle" aus. Neon-grüne Akzente verband sie mit Traditionellem wie Wickeloptiken und hölzernem Schmuck. Doch auch die Arbeiten der jüngeren Semester des Fachbereiches Modedesign standen ihren älteren Vorbildern in nichts nach. So wartete das sechste Semester mit tragbarer Mode namens "Prinston - Le Style Universitaire" auf.

Mit avangardistischen Roben entführten die Erstsemester die Zuschauer in die Welt von "Ähren und Schnee", wo alles weiß, weich und mithilfe von Bast verarbeitet war. Alles in allem ein sehenswertes Design-Ereignis, das von nur sieben Diplomanden organisiert wurde. Schade nur, dass die Diplomanden oftmals zu scheu waren, neben ihrer Mode auch sich selbst kurz auf dem Laufsteg zu präsentieren. Die Zuschauer hätten gerne die Menschen kennengelernt, die hinter der kreativen Mode stehen.