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Medienrückgabe rund um die Uhr

Bürgermeisterin Angelika Birk (links) und Sabine Millen, stellvertretende Bibliotheksleiterin, stellen die neue Rückgabebox der Stadtbibliothek vor. TV-Foto: Friedemann Vetter
Bürgermeisterin Angelika Birk (links) und Sabine Millen, stellvertretende Bibliotheksleiterin, stellen die neue Rückgabebox der Stadtbibliothek vor. TV-Foto: Friedemann Vetter FOTO: Friedemann Vetter (ClickMe)
Trier. Jederzeit können Nutzer der Stadtbibliothek Trier ab sofort Bücher, Musik-CDs und Spiele abgeben. Die neue Box für bis zu 400 Medien soll mit dazu beitragen, dass Kunden ihre Ausleihen fristgerecht zurückbringen.

Trier. Nicht selten fällt es einem zu spät ein: Da war doch noch was? Richtig! Das ausgeliehene Buch muss dringend zurück in die Bibliothek. Mit dem Buch unterm Arm machen sich Leser also auf den Weg und stehen dann möglicherweise vor verschlossener Tür.
Mit dem Ziel, die Medienrückgabe flexibler zu gestalten, hat es die Stadtbibliothek Palais Walderdorff nun anderen Bibliotheken nachgetan und im Eingangsbereich des Bildungs- und Medienzentrums eine sogenannte Medienbox eröffnet. Diese steht den Kunden außerhalb der Öffnungszeiten zur Verfügung. Nur bei längeren Schließungen der Bibliothek (etwa zwischen Weihnachten und Neujahr) kann die Box aus Kapazitätsgründen nicht benutzt werden.
Buchung am Folgetag


Das Prinzip ist einfach: Medien, die zurückgegeben werden sollen, werden einfach in die Einwurfklappe der Box gelegt. Beim Schließen der Klappe rutschen sie dann in deren Inneres. Am Folgetag werden die Ausleihen zurückgebucht. Dabei kann es passieren, dass sich eine Mahnung wegen Fristüberschreitung mit der Rückbuchung überschneidet.
Sollte sich bei der Kontrolle herausstellen, dass die Rückgabe nicht vollständig oder schwer beschädigt ist - oder eine Leihfrist überschritten wurde -, nimmt die Bibliothek Kontakt mit dem Kunden auf. Anfallende Gebühren sind dann im Nachhinein zu begleichen.
Bürgermeisterin Angelika Birk räumt bei der Vorstellung der Box ein, dass eine Rückgabe auf dem herkömmlichen Weg schonender für die Medien sei. "Aber Bücher sind Gebrauchsgegenstände. Trotzdem sollte man sie natürlich ordentlich behandeln", ergänzt sie. Um größere Schäden an den Büchern zu vermeiden, sollten sie der Schwere nach eingeworfen werden.
Bei der Konstruktion der Box wurden die Bücher aber auch bedacht: Unter dem Boden befindet sich eine Feder. Je mehr diese belastet wird, desto tiefer sinkt der Boden der Box. So kann die Fallhöhe der Medien möglichst niedrig gehalten werden.
Eine Absicherung, dass ein Buch tatsächlich eingeworfen wurde, gibt es jedoch weder für den Kunden, noch für die Bibliothek. Darin sieht Angelika Birk jedoch keine Nachteile gegenüber der persönlichen Rückgabe. Denn dass Kunden behaupten, ein Buch doch schon abgegeben zu haben, sei immer mal vorgekommen. Im Zweifelsfall liege die Beweispflicht beim Kunden. Aber "in aller Regel hat sich das System bis jetzt bewährt".
Wenn durch die Box gewährleistet werden könne, dass die Medien fristgerecht zurückgebracht werden, sei die neue Einrichtung eine gute Lösung. Besonders freut sich die Bürgermeisterin darüber, dass das Land Rheinland-Pfalz die Hälfte der Kosten finanziert hat. jus