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Mehr als 10 000 Besucher kommen zum Sterntaler-Weihnachtsmarkt am Trierer Moselufer

Trier. Zum ersten Mal ist der Weihnachtsmarkt am Zurlaubener Ufer in Trier von der gemeinnützigen Firma Kulturkarawane organisiert worden. Die Kooperation mit der Wirtegemeinschaft des alten Fischerdörfchens lockte viele Menschen an die Mosel. Frank Göbel

Trier. Als die Sonne hinter dem Markusberg untergeht, sieht der Sterntaler-Weihnachtsmarkt am Zurlaubener Ufer besonders eindrucksvoll aus: Mögen viele der rund dreißig Stände, an denen vor allem handgemachte Mode- und Einrichtungsaccessoires verkauft werden, auch aus profanen Zeltpavillons oder Bretterbuden bestehen - die vielen Lichterketten, Lampions und aufgestellten Strahler verfehlen ihre Wirkung nicht.
Ob es das schöne Licht ist oder der Erfolg der bisherigen Veranstaltungen, die die Organisatoren der gemeinnützigen Kulturkarawane schon hier auf die Beine gestellt haben: Viele Menschen lassen sich anlocken, um zwischen Freitag und Sonntag an den Ständen entlangzubummeln, Livemusik zu hören oder den ein oder anderen Glühviez zu trinken: Es ist ordentlich voll. "Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen", freut sich Mitorganisator Jochen Leuf am Sonntagnachmittag. Er schätzt, dass am Vortag rund 8000 Menschen da waren. "Und heute könnten es sogar noch mehr sein!" Möglich sei das nur gewesen, weil "20 Helfer sich vier Tage lang ehrenamtlich insgesamt 400 Stunden eingebracht haben, um hier ein neues Stück Kultur zu schaffen!"
Viele Besucher zeigen sich vom Ergebnis begeistert: "Das ist eine schöne Alternative hier!", bekundet etwa das Trierer Ehepaar Wiesenhütter. Besonders gefalle die familiäre Atmosphäre, die sich eher an die Trierer und nicht nur an Touristen richte. Der Wahltrierer Markus Schwarz findet den Markt "ein bisschen schöner" als den Weihnachtsmarkt auf dem Hauptmarkt, der aber "natürlich ein Klassiker" sei: "Das Ambiente hier ist super! Mit diesen Fischerhäuschen und der Mosel, das ist schon mal ein toller Ausblick!"
Thomas Zinser ist mit Frau und kleinem Kind aus Mettlach gekommen und ist am Sonntag ein bisschen enttäuscht: "Es ist doch kleiner als ich gedacht habe, und für Kinder gibt\'s eigentlich gar nichts. Ein, zwei Karussells wären vielleicht eine Idee gewesen."
Etwas gab es auf jeden Fall für Kinder: Die Märchenlesungen, die Wirtin Elke Firmenich als "Oma Elke" in Alt Zalaawen regelmäßig abhielt, waren auch bei Großen durchaus beliebt.
Genau wie der Honigkuchen, den das Team des Kinderschutzbunds Trier auf dem Georg-Schmitt-Platz verkaufte: mit sechs Metern Länge laut Elke Boné "der größte, der je in Trier gebacken wurde!"
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