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Mit Apps in die Antike

Beat Näf. Foto: Universität Trier
Beat Näf. Foto: Universität Trier
Trier. Die Universität Trier hat den Preisträger des diesjährigen Au sonius-Preises bekanntgegeben. Der Althistoriker Beat Näf wird die Auszeichnung im Juni offiziell verliehen bekommen.

Trier. Wer oder was sind Paphos oder Perikles? Und was haben uns diese Namen heute noch zu sagen? Antike Forschung einem breiten Publikum zugänglich zu machen, ist eines der herausragenden Verdienste des Schweizer Althistorikers Beat Näf.
Das Zentrum für Altertumswissenschaften (ZAT) der Universität Trier wird ihm daher den Ausonius-Preis 2013 verleihen. Das ZAT begründete die Vergabe an Prof. Dr. Beat Näf, der an der Uni Zürich lehrt, vor allem mit seinen besonderen Verdiensten bei der Erforschung der Spätantike, seinen umfangreichen Studien und Herausgebertätigkeiten im Bereich der Antikenrezeption und mit seinem Wirken in der Aufbereitung des Wissens zur Antike mittels digitaler Medien. So wurden unter seiner Leitung mehrere spezifische Apps entwickelt. "Insofern verknüpft er vorbildlich Antike und Moderne", so ein Teil der Begründung im Wortlaut.
Den Ausonius-Preis verleiht das Zentrum für Altertumswissenschaften der Universität Trier seit 1998 einmal jährlich in Anerkennung einer herausragenden wissenschaftlichen Arbeit auf dem Gebiet der Klassischen Philologie oder der Alten Geschichte oder in Anerkennung eines wissenschaftlichen Gesamtwerks auf dem Gebiet der beiden Fächer.
Benannt ist die Auszeichnung nach dem spätantiken Dichter Ausonius, der im Jahr 365 als Lehrer und Erzieher an den kaiserlichen Hof nach Trier kam. In der Reisebeschreibung Mosella schildert er in Hexametern die Mosellandschaft und die Stadt Trier. red
Die Festveranstaltung zur Vergabe des Ausonius-Preises an Prof. Dr. Beat Näf findet am Freitag, 28. Juni, statt.