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Kirche
Neue Gesichter in der Altenhilfe

Die neuen Seelsorger aus dem rheinland-pfälzischen Teil des Bistums.
Die neuen Seelsorger aus dem rheinland-pfälzischen Teil des Bistums. FOTO: Bistum Trier
Trier. Projekt des Bistums Trier qualifiziert 17 Mitarbeiter in katholischen Senioreneinrichtungen.

Nicht nur der Körper, auch die Seele des Menschen braucht Pflege: Dieser Aufgabe widmen sich künftig verstärkt 17 Frauen und Männer, die sich durch das Projekt „Mitarbeit in der Seelsorge in Einrichtungen der Altenhilfe katholischer Träger“ qualifiziert haben. Die Projektteilnehmer, die aus dem sozialen oder pflegerischen Bereich der Einrichtungen kommen,  haben nun den Abschluss ihrer Weiterbildung mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Franz Josef Gebert gefeiert und ihre Zertifikate erhalten.

Getragen wird das Projekt vom Bistum Trier, dem Diözesan-Caritasverband Trier, den Barmherzigen Brüdern (BBT)-Gruppe, der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts), den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz und der Marienhaus Stiftung.

In dem Kurs aus mehreren Modulen beschäftigten sich die Teilnehmer mit seelsorgerlicher Gesprächsführung, Sterbebegleitung, Bibeltexten und eigenen Glaubenserfahrungen. Auch die Gestaltung von Wortgottesdiensten, religiösen Ritualen und Einheiten zur Krankenkommunion standen auf dem Programm. Als besonderen Höhepunkt empfanden viele Kursteilnehmer die Exerzitientage in St. Thomas. „Es gehört auch dazu, die eigene Seele zupflegen, weil sie die Quelle für die seelsorgerische Arbeit ist“, sagte Kursleiter Peter-Felix Ruelius.
„Ich fühle mich gut ausgerüstet für meine neue Aufgabe“, sagte Kornelia Mühl vom Seniorenzentrum St. Josefsheim Alf. Sie veranstaltet Wortgottesdienste direkt auf der Station mit Bewohnern, die an Demenz erkrankt sind.

Das müsse man ganz einfach halten. „Ich habe für den Gottesdienst ein Thema oder einen Bezug zur Jahreszeit, bringe Gegenstände und Bilder mit“, erklärte Mühl. Sie binde die Bewohner ein, lasse sie die Texte mitlesen oder vorlesen, wenn sie das noch können.
Das sei eben eine ganz andere Art von Gottesdienst. Auch Regina Sprenger aus Kirn berichtete von ersten positiven Reaktionen auf ihre gottesdienstlichen Angebote im Gruppenraum.

Stephan Manstein, Trägervertreter der cts, freute sich über das neue Angebot. Viele Menschen und Angehörige fühlten sich fremd und zerrissen, wenn sie ins Altenheim kämen. „Es muss uns ein Anliegen sein, diese Entwurzelung und Zerrissenheit zu kitten“, sagte Manstein.
Die zusätzlich geschaffenen Seelsorge-Stellen werden zur Hälfte vom Bistum und zur anderen Hälfte von den Trägern finanziert.

Das Projekt läuft noch fünf Jahre lang und ist nun auch offen für andere katholische Träger, wenn diese den 50-Prozent-Kostenanteil der zusätzlichen Seelsorgezeit übernehmen.

Mehr Informationen gibt es bei Brigitte Scherer im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Telefon 0651/7105-333, E-Mail: Brigitte.scherer@bistum-trier.de

(red)