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Neuer Verein: Für ein buntes Trier, gemeinsam gegen Rechts

40 Vertreter von verschiedenen gesellschaftlichen Institutionen sowie der Fraktionen im Stadtrat haben in der Volkshochschule einen Verein zur Koordination der Arbeit gegen Rechts gegründet.

Trier. Rechtsextremisten sind nicht nur dem Stadtrat Trier ein Dorn im Auge. Viele Bürger haben das Bedürfnis, etwas gegen rechts zu tun. Oberbürgermeister Klaus Jensen hatte daher zur Gründungsversammlung eines Vereins eingeladen, angesichts fortgesetzter Aktivitäten von Rechtsradikalen in Trier.
Jensen betonte die Notwendigkeit, sich dauerhaft gegen Rechtsradikalismus zu engagieren. Auch wenn derzeit kein Vertreter der NPD im Stadtrat sitzt, gebe es keinen Grund zur Entwarnung. In der Diskussion einigten sich die Beteiligten auf die Satzung für den neuen Verein, der unter dem Namen "Für ein buntes Trier, gemeinsam gegen Rechts e. V." ins Vereinsregister eingetragen werden soll. Laut Satzung will sich der Verein vor allem für die Einbindung breiter Bevölkerungsschichten und die Bündelung aller zivilgesellschaftlicher Kräfte in die Arbeit gegen Rechtsradikalismus in Trier einsetzen.
In den ersten geschäftsführenden Vorstand wurden Oberbürgermeister Klaus Jensen als erster Vorsitzender, Uta Hemmerich als stellvertretende Vorsitzende sowie Marcus Heintel als Schriftführer und Petra Witt als Kassenwartin gewählt. Darüber hinaus gehören fünf Beisitzende dem Vorstand an. Die Versammlung sprach sich für die Weiterführung der Skaterhalle aus, da von dem Projekt X wichtige Präventionsarbeit gegen Rechtsradikalismus geleistet werde.
Jensen versprach, der Vorstand werde möglichst schnell aktiv werden. Er hofft auf breite Unterstützung der Trierer Bevölkerung. Alle seien aufgefordert, beizutreten, "um ein klares Zeichen gegen Rechtsradikalismus auch in Trier" zu setzen. Nach der Sommerpause kommt der Verein zu einer Mitgliederversammlung zusammen. red
Info und Mitgliedschaft: Toni Loosen-Bach, Rathaus Trier, Telefon 0651/718-2014.