| 19:26 Uhr

Forschung
Hochschule Trier kooperiert bei neuem Projekt mit Industrie

Professor Michael Schuth (rechts) und  Christopher Petry arbeiten am Serienüberwachungsprüfstand im Technikum OGKB der Hochschule Trier.
Professor Michael Schuth (rechts) und Christopher Petry arbeiten am Serienüberwachungsprüfstand im Technikum OGKB der Hochschule Trier. FOTO: Jutta Straubinger / TV
Trier. An der Hochschule Trier ist unter Leitung von Professor Michael Schuth ein neues Förderprojekt mit Hilfe des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) entstanden.

Bei dem Forschungsprojekt geht es um die Entwicklung eines neuartigen Messverfahrens und -systems für die Serienüberprüfung der Industrie 4.0. Im Projekt mit einem Gesamtbudget von knapp 1,3 Millionen Euro sind die Firma MS-Electronics, das Trierer Unternehmen Mesolt Engineering und das Technikum OGKB der Hochschule Trier beteiligt. Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre, innerhalb derer der Hochschul-Doktorand Christopher Petry seine wissenschaftliche Arbeit zu dem Thema erstellt.

Konkret wird das Lasermessverfahren der Shearografie weiterentwickelt. Mit Hilfe dieser Messmethode können moderne Leichtbauwerkstoffe für die Luftfahrt, für Windkraftanlagen oder für die Automobilindustrie berührungslos auf Fehler wie Risse überprüft werden. Das hochgenaue Verfahren (Messgenauigkeiten bis 0,00002 Millimeter, etwa der 2500. Teil eines menschlichen Kopfhaares) ist jedoch höchst empfindlich gegen störende Umwelteinflüsse wie Vibrationen. Eine Automatisierung für die Großserienfertigung wurde daher weltweit noch nicht umgesetzt.

Ziel des Gesamtprojektes ist es, das Messverfahren zu stabilisieren und zudem die teilweise komplexen Ergebnisbilder durch intelligente Softwareentwicklung automatisiert interpretierbar zu machen. Erste Forschungsergebnisse seien äußerst vielversprechend.