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| 16:01 Uhr

Newscomer
Warum der Volksfreund bei Newscomer teilnimmt

Thomas Roth
Thomas Roth FOTO: Friedemann Vetter / TV
Trier. Jamal ist 52, Syrer und lebt nun in Konz. Er ist ein Mensch mit einer beeindruckenden Vita – Studium, Journalist, Leiter der Korrespondentenabteilung, Chefredakteur. Frau, vier Kinder – ein Mann mitten im Leben. Nun ist er ohne Arbeit – und dennoch froh. Froh, dass er in einem friedlichen Land lebt. Froh, dass er nicht seiner Arbeit wegen mit Bedrohungen rechnen muss. Er freut sich über die kleinen Dinge, die für uns selbstverständlich sind. Thomas Roth

Jamal ist 52, Syrer und lebt nun in Konz. Er ist ein Mensch mit einer beeindruckenden Vita – Studium, Journalist, Leiter der Korrespondentenabteilung, Chefredakteur. Frau, vier Kinder – ein Mann mitten im Leben. Nun ist er ohne Arbeit – und dennoch froh. Froh, dass er in einem friedlichen Land lebt. Froh, dass er nicht seiner Arbeit wegen mit Bedrohungen rechnen muss. Er freut sich über die kleinen Dinge, die für uns selbstverständlich sind.

Jamal ist Teil des Newscomer-Projektes. Flüchtlinge arbeiten mit jungen Journalisten im Tandem. Sie berichten über ihre alte und ihre neue Heimat. Sie schreiben für uns auf, wie sie unsere Region erleben. Sie halten uns einen Spiegel vor. Schönes und weniger Schönes ist darin zu sehen.  Freundliche, skeptische, hasserfüllte Menschen. Der Blick in den Spiegel schmerzt manchmal. Dennoch wollen wir die Sicht des Syrers Jamal und des Irakers Ayad bei uns in den nächsten Monaten zeigen. Weil sie deutlich machen, wo es Unterschiede gibt. Weil sie zeigen, wo es Probleme gibt. Weil sie spannende Geschichten zu erzählen haben. Wir freuen uns auf Jamal und Ayad.

Ist das Parteinahme? Nein, denn wir machen deutlich, dass wir dem möglichst unverstellten Blick zweier Menschen aus anderen Kulturen auf unsere Region Raum geben. Ein Blick, der zwangsläufig subjektiv ist. Ein Blick, der unsere restliche Berichterstattung nicht beeinflusst, wenn es etwa um Herausforderungen bei Zuwanderung und Integration geht.