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NH-Hotel in Trier schließt am Montag

Mit der Drehleiter üben das Feuerwehrleute die Bergung von Menschen, falls die Aufzüge der Klinik streiken.Foto: Verbundkrankenhaus
Mit der Drehleiter üben das Feuerwehrleute die Bergung von Menschen, falls die Aufzüge der Klinik streiken.Foto: Verbundkrankenhaus
Trier-Nord. Das NH-Hotel am Trierer Verteilerkreis schließt am Montag. Nach einer Brandschutzübung waren kürzlich die oberen Stockwerke mit 170 Zimmern gesperrt worden, weil sie nicht mit der Drehleiter der Feuerwehr erreichbar sind und nur ein Treppenhaus als Rettungsweg zur Verfügung steht.

Im Mai hatte eine Übung mit der Drehleiter der Brandschutzdienststelleergeben, dass nicht alle Hotelzimmer erreicht werden können. Somit wäre eine Evakuierung durch die Feuerwehr im Ernstfall nur teilweise möglich. Das Gebäude hat 14 Stockwerke und verfügt nur über ein Treppenhaus, das gleichzeitig auch als Rettungsweg dient. Daher wurde eine Sperrung des Hauses ab dem 4. Stockwerk angeordnet. "Damit stehen 170 Zimmer von insgesamt 216 Zimmer nicht mehr zur Verfügung und ein wirtschaftlicher Betrieb ist nicht mehr ausreichend gewährleistet", heißt es in einer Mitteilung der NH-Gruppe vom Freitag.

Das Haus in Trier wirdam 2. Juli geschlossen, der Pachtvertrag mit dem Eigentümer wurde gekündigt. Ob und in welcher Form das Hotel weitergeführt wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Die rund 40 Mitarbeiter des NH Trier wurden in einer Betriebsversammlung am Freitagnachmittag über die Situation informiert. Wie ein möglicher Sozialplan für die Mitarbeiter aussehen wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.
"Wir bedauern sehr, dass das NH Trier geschlossen werden muss", sagt Maarten Markus, Geschäftsführer und Managing Director Central Europe von NH Hoteles. "Aber selbstverständlich hat die Sicherheit unserer Gäste für uns immer oberste Priorität."

Anfang 2010 sei eine erste Gefahrenverhütungsschau im NH Trier erfolgt. Darüber hinaus sei ein zusätzliches Sachverständigen-Gutachten von NH Hoteles in Auftrag gegeben worden. In den vergangenen zwei Jahren habe die internationale Hotelgruppe rund 200.000 Euro in die Brandschutz- und Sicherheitsvorkehrungen des 4-Sterne-Hotels an der Zurmaienerstraße investiert. Die Geschäftsleitung habe auch mehrere Gespräche mit dem Eigentümer geführt, diesen jedoch bis heute nicht dazu bewegen können, in die notwendigen Baumaßnahmen, die im Rahmen der Brandschutzänderungen notwendig geworden sind, zu investieren.